Zucker für die Hände

Auch ohne exotische Zutaten wie Mulsifan und Olivenstein-Mandelkerngranulat ist es ganz leicht, Kosmetik selbst zu machen. Kosmetikerin Arina Schultes verrät den Landfrauen ihre Rezepte für Badeperlen und Öl-Peelings.

Luhe. (ehi) Es sieht so aus, als würden sich die Landfrauen im Sportheim Luhe zum Backen treffen. Küchenwaagen, Rührschüsseln, Öl, Kakaobutter und Zuckerperlen stehen bereit. Doch der Schein trügt. Was nach gemütlicher Weihnachtsbäckerei aussieht, ist eigentlich ein Vortrag von Kosmetikerin Arina Schultes zum Thema Naturkosmetik.

Das ist alles keine Hexerei, das kann jeder auch daheim machen", erklärt Schultes. Bis auf einzelne Dinge seien die Zutaten in jedem Vorratsschrank zu finden. "Wir wollen schließlich Naturkosmetik herstellen und keine abstrusen, chemischen Sachen", betont sie. Auf ihrer Agenda stehen ein Öl-Peeling sowie bunt dekorierte Badepralinen. Das Öl-Peeling ist für Hände und Füße gedacht. "Warmes und kaltes Wasser oder Erde - unsere Hände werden ständig strapaziert. Ebenso unsere Füße, die den ganzen Tag in Schuhen stecken", erklärt die Fachfrau.

Dabei seien beide Körperteile gleich aufgebaut. Eine dünne, empfindliche Haut auf der Oberseite sowie eine dickere Hornhautschicht auf der Unterseite. "Mit dem Öl-Peeling wird diese Haut wieder weich", fährt sie fort. Die Wirkung sei groß, der Aufwand hingegen gering. Die benötigten Zutaten seien in den meisten Küchen zu finden, ergänzte Schultes. Lediglich Mulsifan, ein Emuglator, der dafür sorgt, dass sich das Öl mit Wasser verbinde, und Olivenstein-Mandelkerngranulat für den Peeling-Effekt, müssten in speziellen Läden besorgt werden.

Vier Wochen haltbar

Beide Zutaten sind aber nicht zwingend nötig. "Ohne Mulsifan lässt sich das Peeling nur nicht so gut abwaschen, und für den Peeling-Effekt sorgt auch der Zucker", behauptet Schultes. Wer möchte, könne außerdem noch Duftöl hinzugeben. Fertig gemischt hält sich das Peeling dann gute vier Wochen in einer verschlossenen Flasche.

Ähnlich einfach ist die Herstellung von Badeperlen: Natron, Zitronensäure, Stärkepulver, Kakaobutter und Duftöl - zum Beispiel Thymian oder Rosmarin - werden gemischt, in kleine Förmchen gegossen und dann gekühlt. Bei der Dekoration der fertigen Pralinen ist die Auswahl groß: Perlen, Streusel oder kleine Blumen aus Zucker. Auch hier steht der natürliche Aspekt im Vordergrund. "Es ist kein Problem, wenn sich der Zucker im Wasser auflöst", sagt Schultes.
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