Zufällige Begegnung führt zu Festnahme
Polizeibericht

Schwandorf. Die Sicherheitsbehörden stehen vor der Aufklärung eines Kriminalfalls, der für Aufsehen gesorgt hatte. In den Nachmittagsstunden des 15. Juni war eine Frau neben der Naabuferstraße vergewaltigt worden. Jetzt begegnete die 20-Jährige dem vermeintlichen Täter erneut.

An jenem Sommertag war die 20-Jährige zwischen 14 und 15 Uhr von einem ihr unbekannten Mann angesprochen und nach dem Weg zum Marktplatz gefragt worden. Als sie ihm die Route zeigen wollte und einige Meter mit ihm gegangen war, drückte er die junge Frau in ein angrenzendes Gebüsch und missbrauchte sie sexuell. Den flüchtigen Täter beschrieb die Frau als rund 1,70 Meter groß, etwa 30 Jahre alt und schlank. Die Sachbearbeitung übernahm die Kripo Amberg.

Vor einigen Tagen nun nahm der Fall eine glückliche Wendung. Am 10. Oktober gegen Mittag war die 20-Jährige im Bereich des Regensburger Hauptbahnhofes unterwegs und erkannte dort den Mann wieder. Unmittelbar danach wandte sie sich an das Bundespolizeirevier, das auf dem Gelände des Hauptbahnhofes untergebracht ist. Noch auf dem Gelände des Bahnhofes nahmen Beamte der Bundespolizei den Mann fest.

Tags darauf wurde er auf Antrag der Staatsanwaltschaft Amberg dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Amberg vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl. Der 38-Jährige wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Er machte bislang keine Angaben zum Sachverhalt.

Aufgrund der damaligen Presseveröffentlichungen meldeten sich zwei jungen Frauen bei der Polizei. Beide gaben an, von einem ihnen Unbekannten in ähnlicher Art und Weise angesprochen und bedrängt worden zu sein. Aufgrund ihrer Gegenwehr kam es jedoch zu keinen sexuellen Übergriffen. Nach bisherigem Ermittlungsstand scheidet der 38-Jährige für diese Taten aus.

Kurz notiert Probealarm in sechs Gemeinden

Schwandorf. Mit einem Heulton von einer Minute Dauer wird heute ab 11 Uhr in weiten Teilen Bayerns die Auslösung des Sirenenwarnsystems geprobt. Im Landkreis sind die Kommunen Fensterbach, Stulln, Schmidgaden, Nabburg, Schwarzach und Schwarzenfeld betroffen.
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