Zufrieden mit dem Saisonauftakt
Biathlon

Östersund.(dpa) Nach den Podestplätzen in den Staffel-Wettkämpfen blickt Damen-Bundestrainer Gerald Hönig optimistisch den ersten Einzel-Rennen des Biathlon-Winters entgegen. "Das war ein richtig guter Auftakt. Ich denke, wir haben uns gut verkauft", erklärte Hönig. Im schwedischen Östersund waren die deutschen Skijäger gleich in den ersten beiden Rennen auf das Podest gelaufen. In der neuen Single-Mixed-Staffel belegte das Team des Deutschen Skiverbandes Rang drei, in der Mixed-Staffel sprang gar der zweite Platz heraus. Den Norwegern gelang ein Doppelsieg.

Für die Einzelrennen legt Hönig die Zielsetzung zunächst nicht zu hoch, sondern wäre schon mit Platzierungen um die Ränge zehn bis zwölf zufrieden. "Dann haben wir unsere Zugehörigkeit zur Weltspitze demonstriert." Am Mittwoch starten zunächst die Herren über 20 Kilometer. Die Damen sind erstmals am Donnerstag dran. Dann werde auch Franziska Preuß "hoffentlich ins Wettkampfgeschehen eingreifen, sagte Hönig. Die WM-Zweite im Massenstart setzte in den Teamrennen am Sonntag wegen eines Infekts aus.

Ski alpin

Slalom-Damen ab in den Europacup

Aspen.(dpa) Nach der Slalom-Blamage von Aspen stehen die deutschen Skirennfahrerinnen vor ersten kleinen Kurskorrekturen. Offenbar noch nicht bereit für den erhofften Angriff auf die Weltspitze müssen die Technikerinnen um Lena Dürr vor dem nächsten Weltcup in Schweden im unterklassigen Europacup antreten. Das schlechteste Abschneiden seit knapp 15 Jahren hinterließ die Verantwortlichen des Deutschen Skiverbandes bedient. Alpin-Direktor Wolfgang Maier meinte zwar, "dass wir das nochmal drehen". Allerdings wusste er auch: "Wenn du in einem zweiten Durchgang nicht eine Läuferin dabei hast, brauchst du nicht weiter zu diskutieren."

Die Erwartungen im Team waren recht hoch: Zwei Top-15-Ränge und zwei weitere Plätze unter den besten 20 hätten in den Rocky Mountains herausspringen sollen - am Ende drückte die Nullnummer mächtig aufs Gemüt. "Wir müssen uns eine Strategie einfallen lassen, wie wir die Leute auf eine Leistungsebene zurückbringen und für den Wettkampf stabiler machen", sagte Maier. Mit Damen-Bundestrainer Markus Anwander hat er die ersten Maßnahmen beschlossen.

Statt sich in Ruhe auf den nächsten Slalom-Weltcup am 13. Dezember im schwedischen Are vorzubereiten, müssen Dürr und Co. fünf Tage zuvor im Europacup in Trysil (Norwegen) ran. Als Strafe sei dies nicht zu werten, stellte Maier klar. Es gehe darum, "ein bisschen außerhalb der Öffentlichkeit" Rennpraxis und Selbstvertrauen zu sammeln.

Den Damen war auf dem schwierigen Hang die Nervosität anzumerken, Dürr und Maren Wiesler schieden sowohl am Samstag als auch Sonntag jeweils schon im ersten Lauf aus. Dabei sollen just die beiden, die bei der WM im Februar mit den Rängen 12 und 13 noch überzeugt hatten, dem DSV wieder zu vorderen Rängen verhelfen.

Die Slalom-Fahrerinnen waren jahrelang verlässliche Punktelieferanten und heimsten angeführt von der neunmaligen Siegerin Maria Höfl-Riesch seit Dezember 2000 insgesamt 39 Podestplätze im Weltcup ein.
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