Zufrieden mit Ergebnis der Dorfplatzneugestaltung - Einweihungsfeier nach anderthalbjähriger ...
Ort des Friedens und der Begegnung

Die Dorfplatzeinweihung in Zessau war eine Sache der ganzen Gemeinde: Zum Spiel der Stadtkapelle Eschenbach zogen die Vereinsabordnungen zur Herz-Jesu-Kirche. Bild: bjp
Ob Bürgermeisterin oder Bürger, Architekt oder Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz (ALE): Mit dem Ergebnis der Dorfplatzneugestaltung in Zessau zeigten sich bei der Einweihungsfeier alle zufrieden. Ein "Raum der Begegnung zwischen Jung und Alt", wo sich geschickt "Altes und Neues verbinden", sei hier entstanden, freute sich Gemeindechefin Carmen Pepiuk.

Als "sehr schöne Aufgabe" wertete Ingenieur Michael Wagner vom Architekturbüro Schultes die anderthalbjährige Planungs- und Bauarbeit. In "stets konstruktivem Zusammenwirken" mit Bürger-Arbeitskreis, Gemeinde, Verwaltungsgemeinschaft und ALE habe man "den Platz völlig umgekrempelt". Dank neuer Granitpflasterung, viel Grün, Kinderspielplatz und Maibaumständer sei ein Treffpunkt geschaffen worden, der jetzt "nur noch von Ihnen, den Einwohnern, mit Leben erfüllt werden muss".

Komplett erneuert habe man auch Regenwasserkanal und Wasserleitung, das Gefallenen-Ehrenmal sei behutsam neu gestaltet und die Bushaltestelle an einen günstigeren Platz verlegt worden. Auch Bürgermeisterin Pepiuk äußerte sich überzeugt, dass der Dorfplatz "mit der frischen Bepflanzung und den bequemen Bänken zum Flanieren und Verweilen, Spielen und Erholen einladen" werde.

Immerhin hätten die Einwohner "durch ihre tatkräftige Mitwirkung den Platz von vornherein zu dem gemacht, was er sein soll - zu ihrem Platz". Pepiuks und Wagners besonderer Dank galt dem Freistaat Bayern für die 50-prozentige Bezuschussung der auf rund 560 000 Euro zu veranschlagenden Kosten und dem ALE für die wohlwollende Begleitung des Projekts. "Es ist schön, mit Amtsvertretern zu tun zu haben, bei denen man spürt, dass sie einem helfen wollen", lobte Ingenieur Wagner die Tirschenreuther Behörde.

Deren stellvertretender Leiter Willi Perzl spielte den Ball zurück: "Die Zessauer Bürger und die Gemeinde Trabitz haben sich für dieses Vorhaben beispielhaft eingesetzt, und das hat auch bei uns, namentlich bei Behördenleiter Thomas Gollwitzer, einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen." Das vom Freistaat zur Verfügung gestellte Geld sei hier gut angelegt. Bis Mai 2016 sei es noch möglich, private Modernisierungsvorhaben fördern zu lassen. Erfreulich sei die Verknüpfung der gemeindlichen Einweihungsfeier mit einem Segnungsgottesdienst, stellte Perzl fest: "Das ist nicht mehr selbstverständlich."

Einen Appell, die Dorferneuerung auch weiterhin umfassend zu fördern, richtete Vize-Landrat Albert Nickl an das Land Bayern. Der ländliche Raum verdiene Unterstützung: "Das dörfliche Gemeinschaftsleben kann den Menschen mehr geben als Betriebsamkeit und Anonymität der Städte, und das Dorf hat manches zu bieten, worum uns die Städter beneiden." Zessau sei hierfür ein Vorzeigebeispiel: "Um das hiesige Gemeinschaftsleben wird dieser Ort sogar von den Nachbargemeinden beneidet."

Eine Verbindung zu aktuellen Ereignissen schlug Pfarrer Werner Kaspindalin im Gottesdienst, den er unter freiem Himmel vor der Dorfkirche zelebrierte und dem ein Kirchenzug der Trabitzer Vereine vorausging. Zu einem "Ort der Begegnung und der Toleranz", von dem nur "Worte des Friedens und der Versöhnung" ausgingen und auf dem "jeder willkommen" sei, solle der Dorfplatz werden, wünschte der Geistliche. Ein Weißwurstfrühschoppen schloss die Feierlichkeiten ab.
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