Zugabe auch für die staade Zeit

Der Altarraum der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt gehört nicht zu den alltäglichen Bühnen der Blaskapelle St. Georg. Umso beeindruckender präsentierten sich das Orchester, der Kirchenchor und Roland Nitzbon an der Orgel. Bild: sön

Ein Adventskonzert kann Laune machen und muss nicht nur leise Töne anschlagen. Die Blaskapelle St. Georg tritt den Beweis an.

(sön) Mit dem in Ostpreußen entstandenen Kirchenlied aus dem 17. Jahrhundert, "Macht hoch die Tür", und dem im 20. Jahrhundert von Heinrich Rohr komponierten "Wir sagen euch an den lieben Advent", eröffnete am Sonntag die Blaskapelle St. Georg unter der Stabführung von Miroslaw Zgrzendek in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ihr Adventskonzert.

"Die Zeit vor Weihnachten sollte eigentlich eine staade Zeit sein," führte Vorsitzender Klaus Nemeth, Vorsitzender der Blaskapelle, in das Konzert ein und betonte: "Wir wollen Ihnen Zeit zum Innehalten, zum Nachdenken geben. Verbringen Sie mit vorweihnachtlicher Musik eine ruhige Stunde." Der Kirchenchor mit seinem Leiter und Organist Roland Nitzbon werde das Konzert musikalisch bereichern, führte Nemeth weiter aus.

Stimmungsvolle Wechsel

Mit dem vollen Klang der festlichen Weihnachtsmusik des von Markus Götz nach dem "O du fröhliche" im barocken Stil von Georg Friedrich Händel komponierten "O Sanctissima", erfüllte schließlich das Blasorchester das Kirchenschiff. Meisterhaft präsentierte danach auf der Matthis-Orgel Roland Nitzbon mit "Es kommt ein Schiff geladen" einen adventlichen Choral. Es folgten das Tiroler Weihnachtslied "Es wird scho glei dumpa" im Arrangement des Dirigenten Miroslaw Zgrzendek und die pastorale Kantate "Schafe können sicher weiden" von Johann Sebastian Bach sowie das vom Kirchenchor vorgetragene Adventslied "Maria durch ein Dornwald ging".

Auf das durch das Blasorchester vorgetragene Weihnachtslied "O du stille Zeit" des 1988 verstorbenen Komponisten Cesar Bresgen folgte das für Blechbläser komponierte Stück "O göttliche Liebe". Es stammt aus der Feder des als "bairischer Vorbild-Volksmusikant" geltenden freiberuflichen Musikers, Komponisten und Arrangeurs Karl Edelmann. Ebenso der Titel "Der Engel des Herrn", mit dem Zgrzendek und Peter Kagerer als Trompeten-Duett das Publikum begeisterten.

Von Nitzbon auf der Matthis-Orgel begleitet, rührte die Konzertbesucher der Kirchenchor mit dem von Andreas König komponierten Spiritual "Mein Gott, welche Freude" an. Das Blasorchester St. Georg trumpfte anschließend noch einmal mit der Kantate "Wachet auf, ruft uns die Stimme" und dem adventlichen Choral "Jesus bleibet meine Freude" von Johann Sebastian Bach auf.

Publikum begeistert

Mit der Weihnachtslieder-Folge "Weihnacht," dem adventlichen Choral "Hirtenlied" und der Tiroler Weihnachtsweise "Andachtsjodler," alle komponiert von Karl Edelmann, wollten sich das Orchester und der Kirchenchor verabschieden. Sie kamen jedoch nicht um eine Zugabe herum und dankten damit ihrerseits dem begeisterten Publikum.
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