Zugeparkte Haltestelle in Königstein ein Ärgernis - Polizei-Referat beim ADAC
Bus muss auf der Straße stehen

Neue Wege geht der Motorsportclub Königstein, um Mitglieder zu werben. Zum einen beteiligt er sich am Ferienprogramm und stellt - zusammen mit dem Jugendmarktrat - eine Fahrt nach Schlüsselfeld ins ADAC-Fahrsicherheitszentrum auf die Beine. Zum anderen startet der Verein ein Go-Kart-Turnier, kündigte Vorsitzender Wolfgang Strobel bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Zur Post an.

Außerdem nimmt sich Strobel vor, die Sicherheitskleidung für Abc-Schützen künftig selbst zu überreichen, zumal sie der ADAC finanziert. Bisher nahm die Polizei diese Aufgabe am ersten Schultag wahr.

Abwechslung gefragt

Der Rückblick streifte unter anderem das Grillfest und den Kirchweihtreff. Das Vereinsessen soll es auf Wunsch der Mitglieder fortan abwechselnd in den Gasthäusern geben, deren Besitzer dem Verband angehören. Momentan zählt der Ortsclub 97 Mitglieder.

Verkehrserzieher Bernhard Ziegler von der Polizeiinspektion Auerbach referierte über das richtige Verhalten an einer Bushaltestelle. Seit 2007 gelte die Regel: "Nicht überholen, bis der Bus mit eingeschalteter Warnblinkanlage steht." Verstöße werte die Polizei wie ein Überholen, wo es nicht erlaubt ist. Die zweite Regel laute: "Am stehenden Bus mit Schrittgeschwindigkeit von 4 bis 7 km/h vorbei fahren." Dies gelte auch für die Gegenrichtung, so Ziegler. Ausgenommen davon sind baulich getrennte Fahrbahnen.

Bürgermeister Hans Koch sprach "ein großes Problem" an: die zugeparkte Bushaltestelle im Königsteiner Ortskern. Obwohl schon ein Schild auf die Haltestelle hinweist, habe sie die Marktgemeinde nochmals auf dem Straßenbelag weiß markiert. Seitdem parkten dort zwar weniger Autos aber die Schüler müssten trotzdem oft um 7 Uhr morgens auf der Straße einsteigen, weil der Bus nicht in die Haltestellenbucht einfahren kann.

Sicherheit der Kinder

Auch im Kindergartenbereich verringern viele Autofahrer ihr Geschwindigkeit nicht. "Hier geht es um die Sicherheit und die Gesundheit unserer Kinder", bemerkte der Bürgermeister eindrücklich.

"Wir sind auf dem Weg nach oben", freute sich Ludwig Heining, der stellvertretende Vorsitzende des ADAC-Gaus Nordbayern. Dr. August Markl, der neue Präsident des ADAC, versuche, durch Reformen die Glaubwürdigkeit des Verbands zurückzugewinnen.
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