Zugriff auf Zuschüsse

Ums Geld ging es im Foyer der Mehrzweckhalle. Der Kreisjugendring hatte Verantwortliche von Jugendgruppen und -vereinen eingeladen, um über Zuschüsse für Jugendarbeitsmaßnahmen zu informieren.

Kemnath. (stg) Geschäftsführerin Renate Scharf schickte vorweg, dass die im Haushalt des Landkreises Tirschenreuth vorgesehenen Mittel durch den Kreisjugendring bewilligt und ausbezahlt werden. Näher erläuterte sie die Richtlinien, die für die Antragstellung, Bewilligung und Auszahlung der Zuschüsse gelten.

Prinzipiell beantragt werden könnten Jugendbildungsmaßnahmen/Jugendleiterausbildung, Freizeiten im In- und Ausland, Förderung von Arbeitsmaterial, Geräten, Projektarbeit, Neugründung von Jugendgruppen und -gemeinschaften sowie Grundförderung der Jugendverbände. Ebenso könnte auf Voranfrage alle fünf Jahre die Anschaffung größerer Geräte bezuschusst werden.

Anhand von Beispielen zeigte sie auf, wie die Anträge zu den verschiedenen Maßnahmen gestellt werden und welche Unterlagen sowie Voraussetzungen dazu erforderlich sind. In der Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings beschließen die Delegierten jeweils für das kommende Haushaltsjahr die Mittelanforderung für die Zuschüsse. Diese werde dem Landkreis vorgelegt, erklärte Scharf.

Sie dankte dem Landkreis mit Landrat Wolfgang Lippert und Jugendamtsleiter Albert Müller für die finanzielle Unterstützung und dafür, dass bei den angeforderten Mitteln keine Kürzungen vorgenommen wurden. In den vergangenen Jahren sei es immer möglich wesen, die beantragten Maßnahmen mit 100 Prozent zu bezuschussen.

Kreisjugendring-Vorsitzender Jürgen Preisinger ging auf weitere Förderungen für Jugendgruppen ein. Tandem (Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch) unterstütze beispielsweise die gegenseitige Annäherung und die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen jungen Menschen aus Deutschland und Tschechien. Die Schwerpunkte von Tandem lägen in der Beratung und finanziellen Förderung der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit im Kinder- und Jugendbereich.

Weiter verwies Preisinger auf das Bundesprogramm "Demokratie leben! - Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" hin. Der Landkreis beteilige sich an diesem Bundesprogramm, in dem Partnerschaften für Demokratie finanziell unterstützt werden. Dies ermögliche Projekte, die sich für eine Stärkung der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wie Rassismus und Antisemitismus einsetzen.

"Ziel dieses Programmes ist, ziviles Engagement und demokratisches Verhalten nachhaltig zu fördern", unterstrich Preisinger. Das Programm erstrecke sich über insgesamt fünf Jahre. Der Vorsitzende bat die Vereine, in der Jugendarbeit Verbindung zu Menschen mit Behinderung zu schaffen und damit Vorurteilen entgegenzuwirken.
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