Zukunft gemeinsam gestalten

Beim Neujahrsempfang im voll besetzten Festsaal des Schlosses Fockenfeld stellte Bürgermeister Max Bindl (links) das Konzept "Konnersreuth 2025" vor. Bild: jr

"Konnersreuth 2025" - so lautet der Titel eines Konzeptes, das die Marktgemeinde fit machen soll für die Zukunft. Wie Bürgermeister Max Bindl beim Neujahrsempfang ankündigte, soll das Projekt gemeinsam angepackt werden - alle Bürger sind zur Mitarbeit aufgerufen.

"Dieser Prozess wird uns in den nächsten Jahren begleiten", betonte Bindl im voll besetzten Festsaal des Schlosses Fockenfeld. Zu den Gästen zählten neben dem Bürgermeister der Partnerkommune Tepla, Karel Hermann (wir berichteten), auch MdB Reiner Meier und MdL Annette Karl.

Neues Heimatlied

Musikalisch umrahmt wurde der Empfang vom 19-köpfigen Männergesangverein Konnersreuth unter der Leitung von Josef Rosner. Der Chor präsentierte erstmals das vom Vorsitzenden Kosmas Pflaum verfasste Heimatlied "Oh du mein Konnersreuth, im schönen Stiftland...", eine gesangliche Liebeserklärung an die Marktgemeinde.

Gleich zu Beginn seiner 30-minütigen Rede machte Bürgermeister Max Bindl deutlich, dass sich alle Konnersreuther mit der Frage beschäftigten sollten, wie es langfristig mit dem Gemeinwesen weitergeht. "Wir wollen bewusst in die Zukunft denken und Inspirationen suchen." Intensiv werde man sich mit dem Thema Ortsentwicklung befassen müssen. Als Handlungsfelder nannte er unter anderem die Leerstandssituation im Ortskern, die Barrierefreiheit, die Nah- und Grundversorgung und die innerörtliche Platzgestaltung.

Nicht an die Substanz

Der Bürgermeister zeigte sich überzeugt, "dass sich in Konnersreuth ohnehin schon allerhand bewegt". Bindl verwies auf 700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die Arbeitslosenquote liege bei sensationellen 1,25 Prozent. Stolz zählte er die verschiedenen Einrichtungen in der Marktgemeinde auf, eine große Bedeutung habe der Bereich Bildung. "Wir sind mit unserer Grundschule und Bayerns kleinstem Gymnasium sehr gut aufgestellt." Bindl versicherte, dass er sich weiter für einen nachhaltigen Umgang mit den öffentlichen Finanzen einsetze. "Wir werden, wir müssen sparen. Aber genauso dürfen und werden wir nicht an die Substanz, nicht an die Wurzel gehen. Wir müssen immer darauf achten, dass etwas nachwächst. Auch bei knappen Kassen werden wir in eine gute Zukunft investieren."

Im Zuge des "Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts" (ILEK) soll heuer ein Teilstück des Fuß- und Radweges an der Staatsstraße 2176 gebaut werden. In Angriff genommen würden auch die Umsetzung des Friedhofs-Konzeptes, der Breitbandausbau und die Haushaltskonsolidierung. Nicht zuletzt verwies der Bürgermeister auf das Bürgerfest am 19. Juli, eine Ausstellung über Ingbert Naab vom 2. bis zum 29. März, die Feier des Jubiläums "50 Jahre Theresienbrunnen" am 16. Mai und den Gedenkgottesdienst zum Beschuss des Ortes vor 70 Jahren am 20. April.

Wertvoller ländlicher Raum

"Konnersreuth ist weltbekannt, hier trifft sich die Welt", sagte Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr. Dessen müsse sich auch die Politik bewusst sein. "Wir sind ein wertvoller ländlicher Raum." Leitmayr machte deutlich, wie wichtig es sei, die Grundschule und das Gymnasium in Fockenfeld zu erhalten. "Wir haben da ein wunderbares Gut, das darf nicht unterschätzt werden." Die Konnersreuther müssten Vertrauen in Gegenwart und Zukunft haben. "Zusammenhalten, füreinander da sein, das ist wichtig, das zeigt auch unsere Geschichte." Abschließend erinnerte er an Therese Neumann, die das Leben vieler Menschen entscheidend verändert habe. "Das ist für uns alle ein wunderbares Erbe."

MdB Reiner Meier erinnerte in seinem Grußwort kurz an einen Besuch in Norwegen, wo er einst auf seine Herkunft angesprochen worden sei. "In der Tat kannten dort viele München, wenige auch Regensburg - aber Konnersreuth war auch ein Begriff. Das hat mich damals sehr verblüfft." Meier sah Konnersreuth auf einem guten Weg. Beachtlich nannte er die vorhandene Infrastruktur, die es zu erhalten gelte. Sein abschließender Dank galt allen ehrenamtlichen Kräften. "Bayern würde ohne sie nicht so funktionieren, wie es funktioniert."

MdL Annette Karl bescheinigte der Marktgemeinde ebenfalls, gut aufgestellt zu sein und eine stolze Geschichte zu haben. "Für mich ist Konnersreuth ein Ort, wo viele Menschen Kraft für ihr eigenes Leben schöpfen und gestärkt werden." Sie sah im innerörtlichen Klima den Schlüssel für Erfolg in der Zukunft. (Weiterer Bericht folgt)
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