Zukunft statt Zuflucht
Angemerkt

Wie hoch sich die Welle der Flüchtlinge in den nächsten Wochen und Monaten tatsächlich aufbäumt - niemand weiß es. Aber sie bricht jetzt schon mit Vehemenz über die Landkreise und kreisfreien Städte herein. Noch sind sie für eine adäquate Unterbringung zuständig. Vielleicht wird diese Verantwortung aber bald auch den Kommunen aufgebürdet. So wie bei den Obdachlosen, denen sie - zumindest für eine Nacht - ein Dach über den Kopf bieten müssen.

Die geflüchteten, gestrandeten und traumatisierten Menschen aus aller Herren Länder wollen mehr als nur eine Zuflucht. Sie suchen eine Zukunft für sich und ihre Kinder.

Und das kann wiederum eine Chance für den Landkreis sein. Der blutet langsam aus, ist der Bevölkerungsverlust von 500 Bürgern jährlich nicht bald gestoppt. Flüchtlinge und Asylbewerber sorgen für Auffrischung. Und die ist bitter nötig.

Auch Handel und Handwerk, Industrie und Dienstleistung erhoffen sich von den Neuankömmlingen eine Lösung des Fachkräftemangels und Nachwuchsproblems. Nur muss man die Fremden dann auch so behandeln, dass sie sich willkommen und nicht abgeschoben fühlen. Eine Aufgabe für jeden von uns.

berthold.zeitler@derneuetag.de
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