Zum Feinschliff nach Sjusjoen

Laura Dahlmeier braucht sich keine Sorgen zu machen. Sie hat ihren Startplatz zum Saisonauftakt sicher. Bild: dpa

Das deutsche Männer-Aufgebot für den Weltcupauftakt der Biathleten ab 29. November in Östersund steht fest. Bei den Frauen werden während des Lehrgangs im norwegischen Sjusjoen noch drei Tickets vergeben.

Nur drei Weltmeisterinnen sind gesetzt, der Kampf um die letzten Weltcup-Tickets der deutschen Biathletinnen wird im norwegischen Sjusjoen entschieden. Beim schon traditionellen Lehrgang ab kommenden Montag 20 Kilometer nördlich von Lillehammer hofft Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig auf eindeutige Erkenntnisse vor dem Weltcup-Auftakt ab 29. November im schwedischen Östersund. "Die Punktbeste aus den drei Rennen qualifiziert sich. Über die anderen beiden Starterinnen gibt's einen Trainerentscheid", erläuterte der Oberhofer Hönig festgelegten Kriterien.

Hinz muss sich beweisen

Fix nominiert sind bisher nur die Staffel-Weltmeisterinnen Laura Dahlmeier, Franziska Hildebrandt und Franziska Preuß. Ihre ebenfalls siegreiche Teamkollegin Vanessa Hinz, die im Gesamtweltcup 2014/15 nicht unter den ersten 15 war, muss sich der Ausscheidung stellen.

Dagegen hat sich Männer-Bundestrainer Mark Kirchner gemeinsam mit seinem Assistenten Andreas Stitzl bereits auf ein Weltcup-Sextett geeinigt. Neben der diesjährigen Weltmeister-Staffel Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp sollen Routinier Andreas Birnbacher und Benedik Doll starten. "Bis auf die obligatorischen kleinen Wehwehchen gab's bisher keine gesundheitlichen Probleme", stellte Kirchner zufrieden nach dem zweiwöchigen Oktober-Lehrgang in Ramsau am Dachstein fest.

Für die erste Standortbestimmung in Östersund, dem WM-Ort von 2019, dämpft Kirchner die Erwartungen. "Erfahrungsgemäß steigen nicht alle Nationen gleich gut in die Saison ein. Der Winter ist lang bis zu den Weltmeisterschaften im März am Holmenkollen. Wir haben gut trainiert, sind aber noch weit von der Bestform entfernt", schätzte der Doppel- Olympiasieger von 1992 das Niveau ein. "Wenn nicht gleich WM-Normen purzeln, lassen wir uns nicht verrückt machen", bemerkte er. An den Normen für die WM-Nominierung hat sich bei Männern und Frauen nichts geändert. Mindestens einmal Platz acht oder zweimal Ränge unter den ersten 15 in Weltcuprennen werden verlangt.
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