Zum Lachen und Nachdenken: Johann Maierhofer liest Lustiges und Nachdenkliches
Lyrik und Musik mischen sich mit Lokalkolorit

Texte und Gedichte von Johann Maierhofer (links) standen im Mittelpunkt der kulturell-kulinarischen Lesung bei der ersten Veranstaltung des "Seminariums" im Murnthal. Bernd Woschée begleitete den Abend auf seiner Gitarre. Bild: weu

Humorvolles, Nachdenkliches und Alltägliches standen auf dem Programm der Lesung von Johann Maierhofer im Untermurnthal. Bei den Texten und Gedichten rückte vor allem die Region in den Mittelpunkt.

Im Spiegelzimmer des "Seminariums" hieß Hausherrin Evelyn Kopp-Martz eine überaus große Zahl Besucher willkommen. Die Gäste drängten sich in das mit Kerzenhaltern aus alten Spiegeln dekorierte "Wohnzimmer", das nach der Renovierung nicht mehr an eine ehemalige Glasschleife erinnert. Die Lesung mit Musik war als Auftaktveranstaltung für das künftige Angebot an Seminaren, Workshops, Feiern und Kursen gedacht.

Zu Beginn des Abends führte Bernd Woschée mit seinem Stück über die Schwarzach als ruhigen, aber auch stürmischen Fluss in der Region ein, die auch bei den Texten und Gedichten von Johann Maierhofer im Mittelpunkt stand. Aus seinem Band "Oberpfälzer Geschichten" las er kurze Texte vor, die zum Lachen anregten. Da ging es um die Verteilung der Dialekte bei der Erschaffung der Welt, um verkehrt angezogene Unterhosen und um einen Zentner "Moneten".

Lokalkolorit war auch in den Geschichten von den Stadtwerken zu finden, in denen es um Korruption in Form von zwei Kilogramm Abfall-Strom und Wasserhygiene mit Spinnweben ging. Dass man seine Schuhe nicht vor die Tür des Busses stellen sollte, wurde bei der ersten Fahrt eines Neunburger Bauern in die Kreisstadt deutlich. Auch die Einbahnstraße in Neunburg war Thema einer Episode mit einem "alten Mutterl", das den Herrgott bat, doch entgegen der Richtung radeln zu dürfen. In der Pause wurde mit Kartoffelsuppe mit Ingwer, Plätzchen, Lebkuchen und Stollen der adventlichen Komponente der Lesung Rechnung getragen, die bereits auf dem Weg zum Gebäude mit zahlreichen Kerzen und Tannenzweigen vermittelt wurde.

Der zweite Teil der Lesung hatte das Buch "Der kleine Prinz auf dem Mond" zum Schwerpunkt, das jüngste Werk von Johann Maierhofer. Bernd Woschée untermalte mit seinen exzellenten und meisterlich vorgetragenen Gitarrenstücken die Texte und trug so zur besonderen Stimmung des Abends bei. Das Murnthallied bildete die Überraschung des Abends. Es trug, wie auch die Texte dazu bei, dass ein Stück Geschichte lebendig wurde.
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Weitere Informationen im Internet:

http://www.murnthal.de
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