Zum Löschen und Waschen

Was die Brandschützer nicht geschafft hatten, erledigten die Besucher. Mit Pulverlöschern erstickten sie noch die letzten Glutnester eines abgebrannten Palettenstoßes. Bilder: ak (3)

Brandbekämpfung, technische Hilfeleistungen und Aufklärung über Gefahren in Haus und Küche waren die Hauptthemen des Info-Tages der vier Wehren der Gemeinde. Dass die Schnellangriffsausrüstung auch zu etwas anderem nützlich sein kann, zeigte eine Schau.

Kulmain. (ak) Zu einer vielseitigen Informationsveranstaltung vor allem zur Brandbekämpfung und zum Brandschutz hatten die vier Feuerwehren der Kommune zum Sportgelände eingeladen. Nach der Begrüßung durch Kulmains Kommandant Ernst Braunreuther erwarteten die Besucher neben einer Fahrzeug- und Geräteschau zahlreiche Vorführungen zum Einsatz- und Hilfespektrum der Floriansjünger.

Beifall für die Aktiven

An Ständen gab es Informationen über Brand- und Personenschutz, Rauchmelder sowie zur Bekämpfung von Insekten. Einen Großteil des Nachmittags nahmen die Vorführungen ein. Die Kulmainer Aktiven zeigten zunächst einen "Erstangriff auf ein Brandobjekt". Mit dem LF 20/16 und einer aufgebauten Löschwasserversorgung aus offenem Gewässer löschten sie unter Beifall der Zuschauer einen großen, lodernden Palettenstapel.

Die Jugend demonstrierte das Kuppeln einer 90 Meter langen B-Schlauchleitung, Löschen von Kleinbränden mittels Kübelspritze und Anlegen von Rettungsknoten. Moderator Georg Redl junior erläuterte die Wirkungsweise von Brandmeldern und deren Einbaupflicht in Neubauten sowie Nachrüstung. Anhand eines Modellhauses zeigten die Wehrler die rasche Rauchverteilung in einem Gebäude über offene Türen und Treppenhäuser.

Am noch glimmenden Palettenhaufens konnten die Besucher die Glutnesttemperatur mittels Wärmebildkamera messen und die Lage von verstecktem Feuer feststellen. Zudem probierten sie die Pulverlöscher am restlichen Brandherd aus. Welche Gefahren in der Küche auf die Hausfrau warten, zeigten die Brandschützer bei einem Fettbrand. "Löschen mit Wasser aussichtslos und explosiv" war die Erkenntnis nach der Vorführung. Nach Beigabe eines kleinen Bechers Wasser in den Fetttopf gab es eine Stichflamme.

Explodierende Dosen

Welche Sprengkraft erhitzte Spraydosen haben, sahen die Besucher bei einem Versuch. Mit ohrenbetäubenden Knall explodierten diese in einem per Gasbrenner erhitzten Gitterbehälter, der die Blechspitter abschirmte. Mit einem per Pressluftflasche aufgeblasenen Hebekissen befreiten die Einsatzkräfte eine unter einem Fahrzeug eingeklemmte Radfahrerpuppe.

Für die Kinder war ein Brandhaus aufgebaut, dass sie mit der Kübelspritze löschen durften. Dass das Tanklöschfahrzeug auch eine weitere praktische Anwendung hat, zeigten die Wehr beim Abduschen des mit Löschpulver arg eingestaubten Fahrzeuges des Retters vor Ort. Eine Fahrzeug- und Geräteschau begleitete die praktischen Vorführungen. Wer seinen Durst löschen wollte, hatte dazu zum Ausklang des Aktionstags ausreichend Zeit im eingerichteten Biergarten.

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Weitere Bilder im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/wehren
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