Zum Martinstag wird's eng: Gänsen geht es an den Kragen

Auch das schöne weiße Federkleid schützt nicht vor dem bösen weißen Mann: Zweibeiner gegen Zweibeiner heißen zu Martini die Gegner - gan(s)z schön spannend. Doch die Gewinner stehen schon lange fest. Die Vorstellungen von einem glücklichen Leben könnten nicht unterschiedlicher sein: Das Federvieh träumt - wie hier in der Eschenbacher Kleingartenanlage am Türlgraben - bei frischer Luft, Kraft- und Grünfutter in den Tag hinein, während sich der Mensch nach etwas Knusprigem mit Knödel, Soße und etwas Blaukraut sehnt. Um den 11. November herum, dem Fest des heiligen Martin, ist dieser Appetit nicht mehr zu bremsen. Eine Qualitätsgans von der heimischen Wiese, knusprig braun serviert, gehört da zum unverzichtbaren Schmaus. Was steckt eigentlich hinter diesem traditionellen "Gänse-Termin"? Das Schlemmermahl hat seine Wurzeln im Kreislauf des Bauern- und Kirchenjahres. Im Mittelalter läutete der Martinstag den Beginn der 40-tägigen vorweihnachtlichen Fastenzeit ein. Ein deftiges Festessen zuvor half da über die karge Fastenzeit hinweg. Bild: do
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