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"Wir hätten den Tagesordnungspunkt 1 als Personalie gerne wie üblich im nichtöffentlichen Teil behandelt", erklärte CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Morgenschweis das Verhalten der Mehrheitsfraktionen bei der Stadtratssitzung.

Für Bürgermeister Michael Göth ging es nach eigenen Angaben aber nicht um die Person Vincent Clarke, sondern grundsätzlich um die Diskussion über die Verlängerung der Beschäftigung eines Klimaschutzmanagers(KSM), was öffentlich möglich sei. CSU, FWU und FDP/FWS lehnten aber dieses Vorgehen ab und beteiligten sich deshalb nicht an der öffentlichen Aussprache. Auch vor der nichtöffentlichen Abstimmung verzichteten sie auf Erläuterung ihrer ablehnenden Haltung.

Auf Nachfrage stellte Dr. Stefan Morgenschweis die Beweggründe für das Verhalten der drei Fraktionen dar: "Für uns war es nach der Schaffung der Stelle des Klimaschutzmanagers im Jahr 2013 klar, dass diese Stelle auf drei Jahre begrenzt ist. Ein Anschluss macht für uns keinen Sinn, da wir die Aufgaben des lokalen KSM auch bei den Klimaschutzmanagern des Landkreises, der AOVE und beim ZEN gut aufgehoben sehen." Nach einer CSU-Forderung hätte die Stelle des KSM mit einem Budget von 200 000 bis 250 000 Euro ausgestattet werden müssen, um etwas zu bewegen. Da aber die Mittel dafür nicht vorhanden seien, hätte der KSM nur begrenzt handeln können. Außerdem sei man sich im Stadtrat einig gewesen, keine neue befristete Stelle aus finanziellen Erwägungen zu schaffen. Dies hätte man aber nach zwei Jahren machen müssen, wenn die Förderung endgültig ausgelaufen wäre. Grundsätzlich sei man aber schon mit der Arbeit von Vincent Clarke zufrieden gewesen, künftig müssten seine Aufgaben nun zum Teil von der Verwaltung übernommen werden.
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