Zum Volkstrauertag Ansprachen am Sorghofer Ehrenmal
Opfer nicht vergessen

"Heute gedenken wir auch der Opfer der Terroranschläge in Paris", sagte Bürgermeister Hans-Martin Schertl bei der Veranstaltung zum Volkstrauertag am Sorghofer Ehrenmal. Das Stadtoberhaupt spannte dabei auch den Bogen zu den Flüchtlingen aus Syrien, Afrika und Afghanistan, die wegen Terror, Folter und Krieg ihre Heimat verlassen mussten. Auch in Vilseck hätten Flüchtlinge eine Zuflucht gefunden. "Sie würden bestimmt lieber in Sicherheit, Freiheit und ohne Krieg in ihrem eigenen Land bleiben", sagte Schertl. In Deutschland könnten die Menschen seit 70 Jahren in Frieden leben. Deshalb sei es umso wichtiger, am Volkstrauertag der Opfer der Kriege und Gewaltherrschaft zu gedenken.

"Als Christen ist es unsere Pflicht, aller Kriegstoten der Welt zu gedenken", sagte der Vorsitzende des Soldaten- und Kriegervereins Sorghof, Werner Stubenvoll, und fügte an: "Die Terroropfer von Paris und die Verstorbenen des Bahnunglücks bei Freihung schließen wir in unserer Gedenken mit ein." Der SKV-Vorsitzende veranschaulichte mit den Zahlen der Kriegstoten die Schreckensbilanz der beiden Weltkriege. Mit einem Zitat von Papst Johannes Paul II. schloss Stubenvoll: "Jeder Krieg ist eine Niederlage der Menschheit." Eine starke Abordnung des Musikvereins Vilseck unter der Leitung von Hermann Hänsch intonierte einen Choral und das Lied vom "Guten Kameraden". Mit Kranzniederlegungen durch Schertl und Stubenvoll sowie dem Ehrensalut endete die Feier.

Vorangegangen war eine Messe in der Herz-Jesu-Kirche. Auch Pfarrer Johannes Kiefmann ging auf die Geschehnisse in Frankreich ein. "Verbrechen beim Namen zu nennen, ist Christenpflicht", sagte er. "Beten für die Opfer und Besinnen auf die Wurzeln des Glaubens" sei angesagt. Wer im Glauben fest verankert sei, der sei nicht allein und schutzlos.
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