Zum Zungenschnalzen

Kreisläufer Karsten Herold erzielt nach einem Tempogegenstoß artistisch einen Treffer für den SV 08 Auerbach. Das Duell Absteiger gegen Aufsteiger gewann die Mannschaft von Spielertrainer Tobias Wannenmacher klar mit 41:20 gegen die Drittliga-Reserve des TSV Friedberg. Bild: Ziegler

Mit einem Schützenfest an die Spitze: Der SV 08 Auerbach ließ Aufsteiger TSV Friedberg II nicht den Hauch einer Chance und riss die Fans ein ums andere Mal von den Sitzen.

"Wir kommen aus der Landesliga, Auerbach aus der 3. Liga. Und genau diesen Unterschied hat man heute gesehen", sagte Gästetrainer Marcus Wuttke nach dem 41:20, mit dem sich die Mannschaft von Auerbachs Spielertrainer Tobias Wannenmacher auf Platz eins der Handball-Bayernliga warf.

In der 15. Minute war das erste Mal ein begeistertes Raunen von der Tribüne zu hören, als Wannenmacher mit einem punktgenauen Anspiel aus der eigenen Hälfte heraus und durch die gesamte generische Mannschaft hindurch Karsten Herold am Kreis bediente. Es sollten noch mehrere solcher Aktionen folgen.

Nach nervösem Beginn (1:3, 2:4) benötigten die Auerbacher ein paar Minuten, um richtig ins Spiel zu finden. Die wenigen Gelegenheiten, die die Abwehr um den erneut stark aufspielenden Wannenmacher der gegnerischen Offensive ließ, wurden von dieser sträflich vergeben. "Wir hatten insgesamt 38 Fehlversuche, ein Manko, mit dem man in der Bayernliga keine Chance hat", sagte TSV-Trainer Marcus Wuttke. Die Blau-Weißen nahmen die Angebote der Gäste gerne an, ließen einen Angriff auf den nächsten folgen und überrannten nun förmlich den Gegner. Nach einem 11:1-Lauf hatte der SV 08 Auerbach das Spiel bis zur 21. Minute vorentscheidend gedreht und die Zügel in die Hand genommen. Spätestens beim Stand von 19:10 zur Pause zweifelte niemand in der Halle mehr am Sieg der Gastgeber.

Die zweite Hälfte begann ähnlich wie der erste Durchgang. Aufsteiger Friedberg hielt zunächst den Rückstand konstant bei 10 bis 13 Toren, bevor die Oberpfälzer noch einmal eine Schippe drauflegten. Dabei hatte der inzwischen eingewechselte Matthias Müller großen Anteil an der deutlichen Verschärfung der Gangart. Mit mehreren Paraden brachte der junge Torhüter den Gegner schier zur Verzweiflung und gab so seinen Vorderleuten immer wieder die Möglichkeit zu schnellen Gegentoren. Erneute neun Treffer ohne Antwort zeugten von der Ernsthaftigkeit, mit dem die Gastgeber die Partie beenden wollten. Hatten sie in der 24. Minute beim von 17:7 erstmals zehn Tore Vorsprung, so gelang in der 54. Minute die Verdoppelung (37:17). Als Matthias Müller seine sehr gute Leistung mit einem gehaltenen Strafwurf krönte, war klar, dass den jungen Gästen nicht mehr viel gelingen würde. "Der Sieg geht auch in der Höhe absolut in Ordnung", gestand dann auch Wuttke ein. Wannenmacher lobt die Zielstrebigkeit seines Teams - und vorallem die Leistung seines jungen Torhüters.

SV 08 Auerbach: Tor: Walzik, M. Müller. Feld: Tannenberger (4), Weiss (1), Lux (7/3), Wannenmacher, Schnödt (2), Herold (1), Schmidtke (6), Schramm (6), F. Müller (4), Wolf (4), Schöttner (6).
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