Zur Geschichte

Der Tirschenreuther Architekt Karl Schmidt errichtete 1899 an der Bahnlinie Wiesau - Tirschenreuth ein Beton- und Sägewerk mit Schreinerei. Das Werk erhielt 1903 einen eigenen Bahnanschluss. 1905 erbaute Karl Schmidt sein neues Wohnhaus an der Falkenberger Straße. Dabei entstand die reich dekorierte Villa im Stil der Neorenaissance. 1917 erkrankte Karl Schmidt schwer und war nicht mehr in der Lage, sein Unternehmen zu führen. Noch im selben Jahr ging der ganze Besitz an den wohlhabenden Guts- und Sägewerksbesitzer Michael Meier aus Erbendorf über. Der hat die Villa nie selbst bewohnt, sondern die Stockwerke als einzelne Wohnungen vermietet. Ein Mieter war Gustav Meyer, der in den Kriegsjahren von 1938 bis 1945 Bürgermeister in Tirschenreuth war. Am 17. Januar 1961 kaufte der Bauunternehmer Emil Schicker Senior die Villa. Auch er bewohnte das große Haus nicht. Seit 1984 lebt sein Sohn Emil Schicker Junior mit seiner Ehefrau Irmi im kleinen Märchenschloss. (tr)
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