Zur Geschichte

Das Ei ist bei allen Völkern ein Ursymbol des Lebens und Ostereier lassen sich nahezu in allen Kulturen Europas bis hin nach China finden. Seit dem 17. Jahrhundert besteht die Verbindung von verzierten Ostereiern mit dem Osterfest. Seit dem 19. Jahrhundert zeigt sich in ganz Europa die Freude am künstlerisch geschmückten Osterei, angefangen bei Klosterarbeiten über bedeutende französische Maler bis hin zu den kostbaren verzierten Ostereiern am russischen Zarenhof. Österliche Eierbräuche hängen einerseits mit dem Ende der Fastenzeit zusammen, in der früher der Verzehr von Eiern untersagt war, anderseits waren Ostereier seit dem 9. Jahrhundert als österliche "Zinseier" der Abgaben- und Spendenpflichtigen zu verstehen. In Urkunden war die genaue Zahl von Eiern festgeschrieben, die als Grund- und Bodenzins an weltliche oder geistliche Herrschaften abzugeben war. Aus dem "Zinsei" wurde im kirchlichen Bereich das "Schenkei". Schon bald wurden aus den gefärbten Ostereiern kleine Kunstwerke und ein beliebtes Geschenk für Patenkinder, Dienstboten, Pfarrer und Lehrer. Besonders begehrt waren sie unter Liebenden, vor allem wenn sie mit einem Spruch beschriftet waren. (bgl)
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