Zurück zur Natürlichkeit

"Die Renaturierung der Schweinenaab hat in Verbindung mit anderen wasserbaulichen Maßnahmen Vorbildfunktion für den Landkreis." Dieses Lob kam von Alfred Schöberl vom Wasserwirtschaftsamt im Zuge der Abnahme des Projekts im Bereich Hammerles.

(bey) Die Schweinenaab erfüllt nach den Worten des Experten die Voraussetzungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinien als Gewässer mit einem ökologisch intakten und lebendigen Zustand. In rund viermonatiger Bauzeit wurde aus dem vorher nahezu kerzengeraden Bachlauf wieder ein Gewässer mit Mäandern und hoher Strukturvielfalt im Ufer- und Sohlenbereich.

Die Ufer der Schweinenaab wurden auf natürliche Weise gesichert, die Bachsohle entwickelt sich durch die Eigendynamik des Gewässers selbst. Im Sinne der Fischerei und der Durchgängigkeit der Schweinenaab wurde im Bereich der Wehranlage Bocka ein 100 Meter langer Fischaufstieg errichtet, der sich bestens in das Landschaftsbild einfügt. Die Maßnahme wurde vom Ingenieurbüro Münchmeier-Eigner, Technischen Amtsrat Schöberl, Thomas Zeitler von der ausführenden Baufirma aus Kemnath, Bürgermeisterin Tanja Schiffmann, zweiter Bürgermeisterin Lydia Ebneth und Vertretern des Marktgemeinderats besichtigt und von allen Beteiligten als "hervorragend gelungen" beurteilt.

Neue Fußgängerbrücke

Neben den Veränderungen am Gewässer selbst wurde die neue Fußgängerbrücke "Am Steg" für die Hammerleser Bürger errichtet. Der Übergang hat eine Spannweite von acht und eine Breite von drei Metern. Damit in Verbindung stand die Anpassung der Ortsstraße.

Dank der eingebrachten großen Steine bilden sich in der Schweinenaab Materialauflandungen und flache Uferzonen. Die Ablagerung von Todholz im Gewässer nach einem vorausgegangenen Hochwasser bewertete Amtsrat Schöberl als "völlig normal", weil damit gleichzeitig auch Insekten im Gewässer ein Lebensraum gegeben werde. Die ufernahe Bebauung in Hammerles erforderte aber auch eine gewisse Lenkung des Wasserabflusses durch Uferschutzmaßnahmen in Verbindung mit der Bepflanzung.

Für die Gestaltung der Fischwanderhilfe wurden 250 Tonnen Wasserbausteine eingefügt. Unmittelbar für die Schweinenaab wurden 600 Tonnen Wasserbausteine benötigt, außerdem wurden 4000 Quadratmeter Gelände neu modelliert. Dazu kommen im Bereich der Straße "Am Steg" und der Dorfhammerleser Straße rund 30 Parkplätze mit wasserdurchlässigem Betonpflaster.

Die Abnahme durch die Fachleute ergab keinerlei Mängel. Im Frühjahr sind lediglich noch kleine Nachbesserungsarbeiten zu erledigen. Der Markt Parkstein hatte für die Renaturierung der Schweinenaab im Haushalt 2014 rund 250 000 Euro bereitgestellt.
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