Zusammen 130 Jahre in der Wehr

"In Unterbruck funktioniert einfach alles." Auf diesen Satz reduzierte Kreisbrandmeister Alois Schindler die Würdigung der Arbeit der Feuerwehr. Was er damit meinte, verdeutlichten die Berichte des Vorsitzenden und Kommandanten.

Kastl. (mkk) 85 Mitglieder zählt die Wehr aktuell, 45 zählte Vorsitzender Reinhold Veigl in der Jahreshauptversammlung, fünf davon zeichnete er für ihre Treue aus. Ludwig Braun ist seit 50 Jahren bei den Brandschützern. Auf 20 Jahre blicken Martina Deubzer, Tobias Dötsch, Markus Kink und Thorsten Walberer zurück. Neu sind seit Jahresanfang Melanie Bradl, Martina Dötsch, Daniel Manze und Michael Thaller.

Nach dem Gedenken für Karl Wöhrl senior und dem Protokoll von Schriftführer Hermann Dötsch ging Veigl auf das Jahresgeschehen ein. Er erwähnte die Kirchweih im Florianheim, das Glühweinfest, eine Wanderung nach Reuth sowie den Kinderfasching. Die Frauengruppe übte sich im Filzen und bastelte Weihnachtsdekoration. Neben dem Besuch zahlreicher Feste und Veranstaltungen von Nachbarvereinen organisierte die Wehr auch eine Veranstaltung für das Ferienprogramm.

Kommandant Gerhard Veigl berichtete von 24 Aktiven, darunter sechs Frauen. Für sie standen ein Schulungsabend und zehn gut besuchte Übungen an. In Troglau simulierte man bei einer Gemeinschaftsübung mit den Feuerwehren Kastl und Reuth einen Stoppelbrand auf einem Feld. Gerhard Veigl und sein Stellvertreter Martin Stangl nahmen an zwei Kommandantenschulungen auf Landkreis- sowie an allen Schulungen auf Kreisbrandmeisterebene teil. Fabian Scharf beteiligte sich erfolgreich am Jugendwissenstest, Mathias Wegmann belegte einen dreitägigen Lehrgang zum Thema Digitalfunk. Sowohl der Vorsitzende als auch der Kommandant dankten allen, die sich aktiv am Vereinsleben beteiligt haben.

Offen für neue Technik

Die Revisoren Karl Wöhrl und Michael Stangl bestätigten dem neuen Kassier Mathias Wegmann einwandfreie Belegeführung. Bürgermeister Josef Etterer sprach von einem gelebten und lebhaften Verein, hinter dem die Mitglieder stünden. Traditionen seien wichtig, gleichzeitig verschließe sich der Verein nicht vor neuer Technik. Etterer dankte den Verantwortlichen für ihr gesellschaftliches Engagement und ihre stete Einsatzbereitschaft.

Der Digitalfunk werde 2015 kommen, kündigte Kreisbrandmeister Alois Schindler an. Das Funknetz werde derzeit getestet. Zuerst werden die Handsprechfunkgeräte umgestellt, im Laufe der Zeit folgen die Geräte in den Fahrzeugen. Die bereits funktionierende SMS-Alarmierung mache Sinn, aber nur als Ergänzung zum bestehenden Erstalarm.

Andreas Wegmann wollte wissen, welche Vorteile der Digitalfunk mit sich bringe. Laut Schindler sind dies in erster Linie die Abhörsicherheit, bessere Qualität der Verbindung und die Möglichkeit, auf verschiedenen Kanälen gruppenspezifisch Einsätze zu steuern.
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