Zusammenarbeit funktioniert

Die Atemschutzträger der Feuerwehr Alfeld bereiten sich auf den Innenangriff vor. Bilder: sis (2)

Ortskenntnis erleichtert es Feuerwehrleuten, im Fall eines Brandes zielgerichtet vorzugehen. Es schadet auch nicht, sich bei den Nachbarn auszukennen. Dazu diente eine Übung im Drei-Landkreise-Eck.

Die Feuerwehren aus Alfeld, Gebertshofen und Poppberg trafen sich zu einer Großübung bei der Dr. Loewschen Einrichtung in Poppberg. Angenommen wurde ein Brand in der Küche. Die Aufgabe lautete, die Heimbewohner aus dem Haus zu bergen.

Den Großteil von ihnen begleitete das Heimpersonal ins nahe gelegene Feuerwehrhaus. Für die Bewohner, die im Haus geblieben waren, legte die Feuerwehr Gebertshofen Leitern an den Balkon an, um auch sie in Sicherheit zu bringen. In die verqualmten Innenräume rückten Alfelder Atemschutz-Geräteträger vor. Das benötigte Löschwasser organisierten die Lokalmatadoren aus Poppberg. Sie kümmerten sich auch um die Absicherung des Straßenverkehrs. Um die wichtige Ortskenntnis bei solchen Gebäuden mit behinderten Personen zu vertiefen, gingen die Wehrleute nach dem Abschluss der Übung gemeinsam durch das Haus. Kreisbrandinspektor Peter Deiml und Kreisbrandmeister Helmut Neidel gaben einige feuertechnische Hinweise an das Heimpersonal.

Der Poppberger Kommandant Helmut Schlenk bedankte sich nachher bei seinen Kollegen aus Alfeld und Gebertshofen, Robert Lehmeier und Hans Kiefel, für die tatkräftige Unterstützung. An Bürgermeisterin Brigitte Bachmann gewandt, machte Kreisbrandinspektor Peter Deiml darauf aufmerksam, dass diese Übung in einem Drei-Landkreise-Eck abgelaufen war. Den Landkreis Neumarkt vertrat Gebertshofen, aus dem Nürnberger Land kam Alfeld, und der Gastgeber Poppberg ist im Landkreis Amberg-Sulzbach angesiedelt. "Hier zeigt sich wie wichtig die Ortskenntnis in solchen Einsatzfällen ist", betonte Peter Deiml.

Die Heimleiterin Heide Barron bedankte sich bei den Wehren für die Übung. Bürgermeisterin Bachmann plant für die Zukunft grenzübergreifende Übungen und sagte Danke für die ehrenamtliche Leistungen der Feuerwehren. Zum Abschluss spendierte die Poppberger Wehr den Heimbewohner Steaks und Bratwürste von Grill. "Löschwasser" gab es auch dazu.
Weitere Beiträge zu den Themen: Poppberg (122)August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.