Zusammenhalt das Wichtigste

Einen Einblick in das musikalische Geschehen in den zurückliegenden 40 Jahren gab Manuela Wienand. "In den Glanzzeiten zog der Spielmannszug mit über 60 Musikern durch die Straßen." Da sich am Anfang die Flötistinnen noch nicht so recht mit Noten auskannten, wurden diese mit Buchstaben versehen. "Anfang der 1980er Jahre schickte Ernst Schubert die ersten Musiker zur Ausbildung zum Nordbayerischen Musikbund", so Wienand. Das erlernte Wissen gaben die Teilnehmer an die Musiker vor Ort weiter.

"Nachdem Schubert aus gesundheitlichen Gründen 1991 zurücktrat, wurden erste Auflösungsgedanken laut." Doch waren es die Gründungsmitglieder Alfons Schraml und Josef Kastner, die mit viel Einsatz und Überzeugungsarbeit ehemalige Spielleute aktivierten und mit Marianne Ernstberger eine "Übergangsstabführerin" fanden. Mit Bernhard Schultes als Nachfolger ging es 1992 wieder bergauf. Wienand berichtete von Wertungsspielen und der Ausbildung der Musiker. "Zwar wurde es in den vergangenen Jahren immer schwieriger, junge Musiker für den Spielmannszug zu gewinnen, aber wir haben immer wieder einige gefunden." So findet mit den Ausbilderinnen Julia Busch, Anna Birkner und Christine Nikol, die vor gut zwei Jahren ihr bronzenes Abzeichen ablegten, wieder Nachwuchsarbeit statt.

In ihrem Rückblick hob Wienand, die seit 15 Jahren die Stabführung inne hatte, das vor einem Jahr durchgeführte Übungswochenende hervor. "Wir übten Spielmannsmusik, aber das Wichtigste war das Gefühl des Zusammenhalts." Wie sie ausführte, geben solche Tage Antrieb zum Weitermachen. "Und so hoffe ich, dass diese musikalische Geschichte noch viele Jahre fortgeführt werden kann." (njn)
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