Zuverlässig und günstig

Dr. Johannes Weig stellte die vorbildliche Arbeit von Klärwärter Robert Stahl (links) heraus und dankte mit einem Geschenk für das Engagement. Bild: fvo

Vor 20 Jahren ging die Pflanzenkläranlage in Albersrieth in Betrieb. Seitdem hat es noch nie Probleme damit gegeben. Manche wollten es vor 20 Jahren nicht glauben, aber die Albersriether waren und sind von ihrer damals nicht unumstrittenen Pflanzenkläranlage überzeugt.

"Es dürfte wohl eine der ungewöhnlichsten Geburtstagsfeiern der letzten Jahre gewesen sein", meinte der Vorsitzende des Dorfrats, Dr. Johannes Weig im voll besetzten Dorftreff. Der Sprecher erinnerte an die 7000 Einsatzstunden, die viele Dorfbewohner 1994 absolviert hatten.

"Allen Unkenrufen zum Trotz funktioniert unsere Pflanzenkläranlage seit zwei Jahrzehnten zuverlässig und kostengünstig", berichtete der Vorsitzende. Ein Film über die Arbeiten am Kanal und an der Kläranlage weckte Erinnerungen. Andreas Bodensteiner verdeutlichte mit Bildern und Zahlen den Werdegang des Projekts. Die Einweihung der Anlage sei groß gefeiert worden, Ehrengast war Marianne Deml, die damalige Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium.

Wegen der Eigenleistungen und des kostensparenden Konzepts hatte der Staat als Zuschussgeber rund 750 000 Mark gespart. Mit aktuell 1,44 Euro pro Kubikmeter Abwasser könne der Betrieb kostendeckend und beispiellos günstig gefahren werden. Klärwärter Robert Stahl stellte die Vorteile der Anlage und des Kanalnetzes, das als Trennsystem gebaut wurde, heraus. In den 20 Jahren habe es keine einzige Störung gegeben. Bauoberrat Dieter Bauer vom Wasserwirtschaftsamt erinnerte an die nicht immer konfliktfreien Diskussionen. Diplom-Ingenieur Franz Fehnl war damals für Planung und Ausführung der Kanalarbeiten zuständig.

Mit dem Planer der Kläranlage, Dr. Gerhard Dafner, lobte er den beispiellosen Einsatz der Dorfbevölkerung während der Bauphase. Heinrich Weig habe während der Bauzeit ein großartiges Gemeinschaftsgefühl gespürt. Bürgermeister Josef Beimler zollte allen Beteiligten größte Anerkennung.
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