Zuverlässige Partner

Zweiter Bürgermeister Franz Grabinger (rechts) nahm im Beisein des Leitenden Vermessungsdirektors Engelbert Zollner (links) den neuen Feldgeschworenen der Gemeinde Schwarzach den Eid ab (von links): Alfred Wegerer, Sigmund Bartmann, Anton Kiener sen., Andreas Schrott, Thomas Fritsch, Anton Herrmann und Bartholomäus Schwarz. Bilder: ga (2)

Eine Vereidigung neuer Feldgeschworener fand im Rathaus Schwarzenfeld statt. Leitender Vermessungsdirektor Engelbert Zollner führte in das besondere kommunale Ehrenamt ein.

Der Gemeinderat Schwarzach beschloss in der Septembersitzung die Erhöhung auf neun Feldgeschworene. Das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Nabburg stimmte der Aufstockung zu. Im kleinen Sitzungssaal des Rathauses Schwarzenfeld gab Zweiter Bürgermeister Franz Grabinger in einer kleinen Feierstunde bekannt, dass der Gemeinderat Sigmund Bartmann (Wölsendorf), Thomas Fritsch (Weiding), Anton Herrmann (Schwarzach), Anton Kiener sen. (Unterauerbach), Andreas Schrott (Altfalter/Becknhof), Bartholomäus Schwarz und Alfred Wegerer (beide Altfalter) zu neuen Feldgeschworenen wählte. Weiterhin steht Johann Wagner (Schwarzach) seit 1995 zur Verfügung. Im passiven Dienst befinden sich Ludwig Forster (Oberwarnbach) und Martin Müller (Altfalter).

"Feldgeschworener ist das älteste noch erhaltene Ehrenamt der kommunalen Selbstverwaltung in Bayern und das einzige, das auf Lebenszeit vergeben wird", leitete Zollner seine Ausführungen zur geschichtlichen Entwicklung sowie zu den Aufgaben und Befugnissen ein. Seit 1868 gibt es auch Feldgeschworene in den Gemeinden Altbayerns. Erst das Gesetz vom 30. Juni 1900 führt den Zwang zur Abmarkung - zur Grenzsteinsetzung - ein. Seither finden Vermessung und Abmarkung gleichzeitig statt. Das neue Abmarkungsgesetz von 1981 hat auch eine neue Feldgeschworenenordnung zur Folge.

Das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung sieht bei der Erfüllung seiner Aufgaben die Feldgeschworenen als zuverlässige Partner, unterstrich der Leitende Vermessungsdirektor. Ihre Mitwirkung bei der Abmarkung der Grenzen ist eine ihrer wichtigsten Aufträge.

Moderne Messverfahren und Computer können ihr Wissen in Grundstücks- und Grenzangelegenheiten, ihre Ortskenntnis, ihr großes Vertrauen in die Bevölkerung sowie ihre Funktion als Bindeglied zwischen Amt und Bürger nicht ersetzen, resümierte Zollner.

Der stellvertretende Bürgermeister vereidigte die neuen Feldgeschworenen für ihr lebenslanges, kommunales Ehrenamt. Aus ihrer Mitte wählten sie als Obmann Anton Kiener sen. und als Stellvertreter Sigmund Bartmann - jeweils für sechs Jahre.

Grabinger durfte einer ehrenvollen Aufgabe nachkommen. Der Zweite Bürgermeister dankte dem 89-jährigen Ludwig Forster für die 42 Jahre lange, aktive Ausübung seines kommunalen Ehrenamtes als Feldgeschworener und verabschiedete ihn in den passiven Dienst. Er überreichte als Anerkennung das Gemeindewappen in Gold und zur Erinnerung die gemeindliche Flur in Form eines Bildes.
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