Zweckverband zur Trinkwasserversorgung segnet Nachtragshaushalt ab - Geld für die Planung
Neubau des Wasserwerks in Fluss bringen

Neunaigen/Kemnath am Buchberg (seb) Der Zweckverband zur Trinkwasserversorgung von Neunaigen und Kemnath am Buchberg steht vor wichtigen Investitionsentscheidungen. Wegen des notwendigen Neu-baus des Wasserwerks mit geschätzten Kosten von 850 000 Euro müssen Vorarbeiten erledigt werden, die einen Nachtragshaushalt in Höhe von 150 000 Euro erforderlich machten. Die Verbandsräte mit ihrem Vorsitzenden Vitus Bauer und den beiden Bürgermeistern der betreffenden Kommunen Wernberg-Köblitz und Schnaittenbach, Georg Butz und Sepp Reindl, segneten den Nachtragsetat einstimmig ab. Er kommt heuer noch zum Tragen.

Frage nach dem "Warum"

Die genannte Summe des Nachtrags wird für die Planung zum Neubau des Wasserwerks und für die Ermittlung der Verbesserungsbeiträge benötigt, erläuterte Sachbearbeiter Bernhard Praschel. Finanziert würde sie durch 74 000 Euro Darlehensaufnahme, 40 000 Euro aus den Rücklagen und 36 000 Euro durch die Baukostenerstattung von der Brennerei- und Energiegenossenschaft aufgrund des gerichtlichen Vergleichs, ergänzte Praschel. Eine wichtige Frage wollten einige Verbandsräte geklärt wissen. Warum müsse ein Wasserwerk, das zwar beinahe 60 Jahre alt sei, aber noch einwandfrei funktioniere und gute Wasserwerte liefere, neu gebaut werden? Die Antwort stand in einem Schreiben des Wasserwirtschaftsamtes, aus dem hervorgeht, dass das Ende 2015 auslaufende Wasserrecht für den Zweckverband nur erneuert werde, falls die nötigen Investitionen getätigt würden. Jedenfalls war sich die Versammlung darüber einig, dass das Wasserwirtschaftsamt die Bevölkerung in einer Infoveranstaltung umfassend und transparent aufklären müsse. Eines war für das Gremium unumstößlich: Die Eigenständigkeit der Wasserversorgung müsse in den Händen der Kommunen bleiben. Folglich wurden auch die Planungsarbeiten in den Leistungsphasen eins und zwei und die Ermittlung der Verbesserungsbeiträge einstimmig vergeben.

Der Zweckverband versorgt 370 Abnehmer und fördert täglich rund 250 Kubikmeter Trinkwasser. Laut Finanzplanung sollen die Investitionskosten durch Verbesserungsbeiträge in den Jahren 2016 und 2017 abgedeckt und durch einen erhöhten Wasserpreis von den Wasserkunden an den Zweckverband zurückfließen.
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