Zwei Bücher in sechs Jahren

Von den vielen Absagen ließ sich Christa Vogel nicht entmutigen. Und brachte ihr erstes Buch im Eigenverlag heraus. Sie hatte Erfolg. Ihr zweites Buch "Ein Funken Wahrheit" ist im Buch- und Kunstverlag Oberpfalz erschienen. Bild: sib

"Damals lag auf unserer Treppe die OWZ , nur im Vorbeigehen las ich von einem Geschichtenwettbewerb. Spontan setzte ich mich an den Computer und fing an zu schreiben. " Vor sechs Jahren begann die Autorenlaufbahn von Christa Vogl. Nun ist ihr zweites Buch erschienen.

Guttenberg. (sib) Für ihre Geschichte über den schönsten Urlaubsmoment erhielt die heute 52- Jährige von der Oberpfälzer Wochenzeitung (OWZ) prompt den ersten Preis. Christa Vogl schrieb vorher nie Kurzgeschichten. Dazu kam die gebürtige Guttenbergerin tatsächlich erst durch den Wettbewerb. "In der Schule war ich in Deutsch mit einer Drei zufrieden." Am vergangenen Freitag stellte die 52-Jährige ihr zweites Buch vor. "Ich kann nicht behaupten, dass damit ein langgehegter Traum in Erfüllung gegangen ist. Ziel war das Buch an sich, dass meine Geschichten Leser finden und vor allem dass sie ihnen gefallen."

Seit dem Gewinn vor sechs Jahren schreibt sie immer, wenn sie eine Idee hat und Zeit findet. "Meine Kurzgeschichten sind nicht autobiographisch. Da genügt ein Anstoß, eine Kleinigkeit, die nicht unbedingt mir passiert sein muss. Dann setze ich mich hin und dann flutscht es."

20 Verlage, 20 Absagen

Vor zwei Jahren hatten sich dann so viele Geschichten angesammelt, dass in ihr der Wunsch aufkam, diese in einem Buch zusammenzufassen. "Ich habe 20 Verlage angeschrieben und erhielt 20 Absagen. Das war aussichtslos." Auch vom Leiter des Buch- und Kunstverlages Oberpfalz, Wolfgang Benkhardt, bekam Vogl zunächst einen Korb. Ihren Kurzgeschichten würde der rote Faden fehlen, attestierte er ihr damals. Aber Christa Vogl ließ sich nicht entmutigen und ergriff Eigeninitiative. Sie suchte sich eine Druckerei und brachte ihr erstes Buch "www.kurze-geschichten.de" selbst heraus. Auch die Vermarktung übernahm sie selbst und klingelte sich durch die Buchläden der Region. Eckhard Bodner vom Bodner Verlag in Pressath "adoptierte" schließlich ihr Buch und unterstützte Vogl beim Vertrieb.

Der rote Faden

Nebenbei schrieb die Fremdsprachensekretärin für Englisch und Französisch fleißig weiter. "Im Hinterkopf habe ich immer an den roten Faden vom Herrn Benkhardt gedacht." Nachdem sie wieder 35 Geschichten beieinander hatte, traf sie sich erneut mit dem Verlagsleiter, diesmal mit Erfolg. Ihr zweites Buch "Ein Funken Wahrheit" erscheint Buch- und Kunstverlag. In ihren satirischen Geschichten erzählt sie auf 144 Seiten humorvoll und mit einem Augenzwinkern von Alltagsbegebenheiten, wie sie jeder von uns schon einmal erlebt haben könnte. "Ich bin ehrlich gesagt selbst immer wieder aufs Neue erstaunt, wie aus einer kleinen Idee eine mehrseitige Geschichte entsteht, die dann verpackt in einem Buch vor mir liegt."

Neben Schreiben und Fahrradfahren ist Imkern ihr Hobby. "Mittlerweile habe ich drei Völker. Aber Imkern ist gar nicht so einfach, meine Bienen habe ich noch nicht so gut im Griff wie die Schreibmaschine", lacht sie.
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