Zwei Eigentore - 1:2

Vor einer Woche gegen die DJK Gebenbach erzielte Frantisek Nedbaly (links) das entscheidende Tor für den SV Mitterteich. Am Samstag in Waldkirchen war der Tscheche die tragische Figur, denn er besiegelte mit einem Eigentor die 1:2-Niederlage. Bild: hho

Unglücklicher kann eine Niederlage nicht zustande kommen. In der Landesliga Mitte unterlag der SV Mitterteich mit 1:2 beim TSV Waldkirchen. Zwei Eigentore entschieden die Partie zugunsten der Hausherren. Tragische Figur war Frantisek Nedbaly.

Waldkirchen. (chap) "500 Kilometer waren für Katz'", ärgerte sich SV-Vorsitzender Roland Eckert maßlos über die unnötige 1:2 (0:1)-Niederlage im Bayerischen Wald. Die Begegnung stand von Beginn an unter keinem guten Stern und litt unter drei Faktoren: Aufgrund von mehreren Staus trafen die Stiftländer erst 40 Minuten vor Spielbeginn ein. Während des Spiels verweigerte der Unparteiische den Gästen einen klaren Foulelfmeter und zu allem Überfluss schlugen die sich mit zwei unglücklichen Eigentoren selbst.

In den ersten 45 Minuten boten die Gäste der Heimelf gekonnt Paroli und ließen sie nicht zur Entfaltung kommen. Bei drei guten Spielzügen hätten die Stiftländer durchaus in Führung gehen können. Als alle mit einer Nullnummer zur Halbzeit rechneten, fiel das erste Eigentor. Eine weite Hereingabe von Korbinian Tolksdorf hätte SV-Torwart Fabian Scharnagl vor keine Probleme gestellt, aber der Ball landete unglücklich auf dem Kopf von Matthias Männl und landete unhaltbar zum 1:0 für Waldkirchen im Gästekasten.

Glück hatten die Gäste kurz nach der Pause, als ein strammer Schuss von Korbinian Tolksdorf am Pfosten landete. Danach fand die Truppe von SV-Trainer Reinhold Schlecht zu ihrem Spiel und wurde für ihre Bemühungen mit dem Ausgleich belohnt. Ein Weitschuss von Markus Broschik senkte sich hinter dem heimischen Keeper ins Netz. Nun schien die Heimelf angeschlagen, aber die Oberpfälzer konnten aus deren Unsicherheit kein Kapital schlagen.

Mitte der zweiten Halbzeit dann der umstrittene Auftritt von Schiedsrichter Martin Speckner. Er übersah ein grobes Foulspiel an Frantisek Nedbaly im Strafraum und ließ für die Gäste völlig unverständlich weiterspielen. Kurz danach der nächste Schock - und erneut war der Tscheche Nedbaly maßgeblich beteiligt. Beim Versuch den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern, rutschte ihm dieser über den Scheitel und Torwart Scharnagl hatte erneut keine Abwehrmöglichkeit. Und dann Frantisek Nedbaly zum Dritten: In der Schlussphase nahm der 38-Jährige zu genau Maß. Sein Schuss landete an der Unterkante der Latte, von dort sprang das Leder TSV-Torwart Matthias Lippert in die Arme. Damit wurde Nedbaly endgültig zur tragischen Figur des Tages.

Vorsitzender Eckert nahm die ärgerliche Niederlage dann doch gelassen hin. "Die Mannschaft hat sich gut präsentiert und die Leistungskurve zeigt nach oben. Vor der Zukunft wird mir keineswegs Angst."
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