Zwei Elfmeter nicht gegeben

Stefan Meisel gelang in Waldkirchen der Anschlusstreffer zum 1:2 für den SV Mitterteich. Mehr war für die Stiftländer auf dem ungewohnten Kunstrasen nicht drin. Sie verloren die Partie mit 1:3. Bild: Cyris

Für den SV Mitterteich wäre bei besserer Chancenverwertung durchaus ein Punkt drin gewesen, doch am Ende mussten die Stiftländer mit leeren Händen die 250-km-Heimreise antreten. Zudem gab es Ärger, weil die Partie auf ungewohntem Kunstrasen ausgetragen wurde.

Waldkirchen. (cy) Um es vorweg zu nehmen, der SV Mitterteich wurde von Gastgeber TSV Waldkirchen informiert, dass das Hauptspielfeld von der Stadtverwaltung für unbespielbar erklärt worden sei und deshalb auf Kunstrasen gespielt werden müsse. "Diese Information haben wir aber rein zufällig am Freitagnachmittag entdeckt", erklärte Mitterteichs Vorsitzender Roland Eckert.

Er fügte an: "Es handelte sich um einen kleinen Kunstrasenplatz der alten Generation. Die kurzfristige Umstellung von Rasen auf Filzbelag war durchaus ein Faktor, der sich nachteilig bemerkbar machte - und insgesamt eine ärgerliche Sache." Zudem beklagte sich Eckert, dass dem SV Mitterteich bei der 1:3-Niederlage in Waldkirchen zwei klare Elfmeter verweigert worden seien.

Tiefschlafphase beim 0:1

In den ersten 45 Minuten stellten die Stiftländer die Räume zu, so dass die Hausherren ihr Kombinationsspiel nicht durchziehen konnten. Lediglich ein Zufallsprodukt, eine gefährliche Flanke von Url, sorgte für Aufregung, aber Torhüter Eckert war auf dem Posten und lenkte den Ball an die Latte. Aber auch die Gäste hatten Chancen durch Meisel und Göhlert. "Kurz vor der Pause hatten wir eine Tiefschlafphase. Martin Krieg nutzte die Gunst der Stunde und jagte den Ball aus 16 Metern unhaltbar in den Winkel", beschrieb der Vereinsboss den Rückstand seiner Mannschaft. "Der Treffer war allerdings sehenswert herausgespielt", bescheinigte er den Einheimischen.

Dieses zum unglücklichsten Zeitpunkt gefallene 0:1 hinterließ bei den Oberpfälzern Spuren. Sie fanden einige Zeit den Faden nicht mehr und kassierten nach einer Stunde den nächsten Treffer. "Ein vermeidbarer Ballverlust war ausschlaggebend. Matthias Karlsdörfer tauchte frei vor Schlussmann Eckert auf und versenkte den Ball im langen Eck", berichtete der SVM-Vorsitzende.

Dieser Einschlag hatte irgendwie Signalwirkung, denn die Mitterteicher wollten sich nicht geschlagen geben. Waldkirchen geriet zunehmend unter Druck und wackelte bedenklich. Göhlert eröffnete sich in der 63. Minute eine Großchance zum Anschlusstreffer, aber Torhüter Lippert klärte famos. Kurz darauf wurde Müller im Strafraum klar von den Beinen geholt, aber der Unparteiische zeigte nicht auf den Punkt.

Danach landete ein weiter Abschlag von Keeper Eckert, die TSV-Abwehr unterschätzte die Flugbahn des Balles, bei Meisel und dieser drosch das Leder aus 16 Metern zum Anschlusstreffer unter die Latte. Anschließend warfen die Stiftländer alles nach vorne und es brannte wiederholt lichterloh im TSV-Strafraum. Helle Aufregung herrschte dann in der 90. Minute, als den Platzherren ein klares Handspiel im Sechzehner unterlief, aber der Schiedsrichter abermals nicht auf den Elfmeter-Punkt zeigte. Die endgültige Entscheidung fiel in der Nachspielzeit durch einen Konter.
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