Zwei Meinungen, ein Sieg

Oft gehen auch im Fußball die Meinungen weit auseinander. Wie nach dem Landesliga-Spitzenspiel der DJK Ammerthal gegen den SV Hutthurm. Beide Trainer hatten ihr Team als das bessere gesehen.

Ammerthal. (rba) Die DJK Ammerthal hat sich in einem überaus intensiven und hochklassigen Spitzenspiel der Landesliga Mitte gegen den SV Hutthurm unter der souveränen Leitung von Drittliga-Schiedsrichter Florian Badstübner mit einem glücklichen 3:1-Sieg durchgesetzt und bleibt auf eigenem Platz weiter unbesiegt.

Der Gast aus Niederbayern hinterließ insgesamt gesehen einen bärenstarken Eindruck und hätte sich aufgrund einer herausragenden ersten Halbzeit wohl zumindest einen Punkt verdient, so die Meinung von Gästecoach Florian Wallner "Ammerthal hatte in er ersten Halbzeit keinen Auftrag gegen uns und im Prinzip gar nicht gewusst, was los war. Meine Mannschaft lieferte eine ungemein engagierte Leistung ab, betrieb einen hohen Aufwand, sie hat das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Die Niederlage ist aus meiner Sicht unverdient".

Die Meinungen gingen dahingehend weit auseinander, DJK-Trainer Thomas Adler sagte dazu: "Wir fanden in der ersten Halbzeit nicht ins Spiel, konnten zunächst unser Vorhaben nicht umsetzen. Erst nach der Pause kämpfte wir uns in die Partie zurück und haben uns ihr für unsere leidenschaftliche Darbietung belohnt, für mich geht der Sieg in Ordnung".

Dass Ammerthal im ersten Abschnitt nicht klar ins Hintertreffen geriet, lag in erster Linie an den klasse Paraden von DJK-Torwart Marcel Schumacher und an der Abschlussschwäche der selbstbewusst auftretenden Gäste. Von der ursprünglichen Heimstärke der Ammerthaler war in den ersten 45 Minuten so gut wie nichts zu sehen. Eine Ecke nutzte die Wallner-Elf zur Führung, nachdem Tobias Krenn sträflich freistehen nur noch den Kopf hinhalten musste. Wie aus dem Nichts dann der bis dahin schmeichelhafte Ausgleich, als Michael Jonczy im Stile eines Torjägers eine Flanke von Dominik Haller eiskalt zum 1:1 verwandelte. Hutthurm wirkte davon unbeeindruckt und drückte weiter mächtig aufs Tempo.

Ein komplett anders Spiel bekamen die Zuschauer im zweiten Durchgang geboten. Ammerthal kämpfte sich ins Spiel zurück. Allerdings blieben die Gäste weiter brandgefährlich und kamen dabei auch zu Chancen. Doch Teufelskerl Schumacher ließ sich nicht mehr bezwingen, vereitelte mit spektakulären Paraden bei zwei Distanzschüssen von Benjamin Neunteufel (60.) und Gers Delia (64.) weitere Einschläge. Auf der anderen Seite vergab Nico Becker binnen zwei Minuten erstklassig heraus gespielte Chancen, die erste wurde von Abelein auf der Linie geklärt, bei der nächsten hieß der Sieger TW Krinninger. Ein von Abelein an Dominik Mandula völlig überflüssig verursachter Foulelfmeter brachte die Führung für die DJK. Torjäger Michael Jonczy übernahm die Verantwortung und ließ Krinninger keinerlei Abwehrmöglichkeit (71.).

Es folgte eine dramatische Schlussphase in der beide Mannschaft an ihre Grenzen gingen. Erst in der Nachspielzeit konnte Nico Becker einen Angriff zum hart umkämpften 3:1-Erfolg verwerten.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.