Zwei schreckliche Ereignisse

Juni 1854, als der Bauer Franz Lang vom Rastenhof nach guten Geschäften mit viel Geld im Beutel in der Dämmerung vom Viehmarkt zurückkehrt. Hinter zwei Bäumen versteckt lauert ihm sein Knecht auf. Voll Neid, Mordlust und Raffgier, fällt er über seinen Bauern her, erschlägt ihn, raubt ihn aus und flieht. Ehefrau Katharina, eine geborene Rath aus Altenstadt/WN, fand ihren Mann erschlagen am Weg. Die Polizei ermittelt auf Weisung des Landrichters von Lichtenstern und fasst den Mörder. Er wird zum Tod am Galgen verurteilt.

Am 30. Dezember 1977 fällt der Rastenhof einer Brandstiftung zum Opfer. Eine aus dem Nervenkrankenhaus Wöllershof entwichene Frau zündet ihn und einen weiteren, etwa zwei Kilometer entfernten Hof an. Zu diesem Unglück gesellt sich noch ein schrecklicher Todesfall. Maria Scheidler, die Tante des Besitzers, eine pensionierte Lehrerin, beschäftigt an der Hammerwegschule in Weiden, kommt dabei ums Leben. Ihr Verdienst ist es, dass nicht mehr Menschen sterben, da sie den nächtlichen Brand entdeckt und ihren Neffen rechtzeitig warnen kann. Sie stirbt an Rauchvergiftung.

Der Brand vernichtet bis auf das Wohnhaus alle Stallungen und Nebengebäude. Die Täterin, die am Tag zuvor noch den Hof besucht hatte, wird bald gefasst.

Die Familie Scheidler beschloss nach diesem Unglück: "Die Geschichte des Rastenhofes soll weitergehen". Im Frühjahr darauf beseitigte der damals 23-jährige Inhaber Johann Scheidler alle Brandreste und Schäden. Ein neuer Viehstall mit Bergehalle wurde gebaut, hinzu kamen Maschinenhallen und Garagen. Auch das Wohnhaus wurde grundlegend verändert und modernisiert. Geblieben und renoviert ist das alte Eingangstor zum Wirtschaftshof ein Zeichen für das Traditionsbewusstsein des jetzigen Besitzers Johann Scheidler. (cr)
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