Zwei Varianten für den Neubau

Auf dem Gelände der alten Schule (Mitte) entsteht im nächsten Jahr die neue Kindertagesstätte des Marktes. Dafür wurde nun auch die Priorität der Maßnahmen geändert, die im Zuge der Städtebauförderung zur Förderung bei der Regierung der Oberpfalz angemeldet werden. Vorrang hat nun die Gestaltung des Umfeldes in der Schul- und Jahnstraße. Archivbild: Götz

Bereits im nächsten Jahr soll der neue gemeindliche Kindergarten an der alten Schule gebaut werden. Im Marktrat zeigte Architekt Ingo Mages zwei Planungsvarianten auf, die nun den Genehmigungsbehörden präsentiert werden: eine ebenerdige L-Form oder ein Bau auf zwei Geschossebenen.

Wernberg-Köblitz. (cv) Ingo Mages hatte acht Varianten für eine integrative viergruppige Kindertagesstätte mit zwei Kindergarten- und zwei Krippengruppen durchgespielt. Der Platzbedarf beträgt 3500 bis 4000 Quadratmeter. Zwei Vorschläge blieben in der näheren Auswahl: Ein L-Bau auf einer Ebene, der mehr Platz auf Kosten der Gartenfläche (1700 Quadratmeter) benötigt, oder ein zweigeschossiger Bau mit großzügiger bemessener Außenspielfläche (2200 Quadratmeter). Sie orientiert sich bei beiden Modellen zur Jahnstraße hin.

Der Baukomplex entstünde an der Schulstraße gelegen. Die Mitarbeiterparkplätze würden in diesem Bereich - die Schulstraße ist eine Sackgasse - angeordnet, die Parkplätze für Eltern befänden sich dann vorwiegend an der Talstraße, führt hier doch ein Fußweg in den Kindergarten. Bei der Planung der Kindertagesstätte hat der Architekt stets im Hinterkopf, dass auf der Gesamtfläche des Areals mit 5412 Quadratmetern noch genügend Platz für ein neues Rathaus bleiben muss. Das ist allerdings noch ferne Zukunftsmusik.

Energie und Organisation

Der zweigeschossige Bau wäre energetisch und städtebaulich günstiger, doch die Kindergarten- und Krippenkinder müssten auf zwei Ebenen verteilt werden, was für das Personal zu einem organisatorischen Problem werden könnte. Die Kosten blieben bei beiden Varianten annähernd gleich: Rund zwei Millionen Euro. Dazu gibt es voraussichtlich etwa eine Million Euro Förderung. Baubeginn soll nächstes Jahr sein.

Die Meinungen im Marktrat gingen bei den vorliegenden Alternativen auseinander. Bürgermeister Georg Butz fasste zusammen: "Wir könnten mit beiden leben". Die beiden Vorschläge werden nun mit den Fach- und Förderstellen diskutiert. Marktrat Konrad Kiener regte an, auch die Stellenausschreibungen in Angriff zu nehmen. Laut Verwaltungsleiter Stefan Falter werden zwölf Mitarbeiter in Vollzeit und halbtags benötigt. Der Zuschnitt werde auch vom Stunden-Buchungsverhalten der Eltern abhängen. Der Marktrat stimmte dem Bau unter dem Aspekt, dass noch ein Rathaus Platz finden kann, zu. Die Varianten werden nun mit den Fachstellen abgesprochen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.