Zwei Kreise proben den Ernstfall

Beim angenommenen Brand in der Werkstatt mussten die Kräfte mit entsprechender Schutzkleidung auch Chemikalien bergen. Bild: pop

Kaum ein Feuerwehreinsatz kann heute noch alleine bewältigt werden. Die Kooperation für eine wirkungsvolle Hilfe ist orts- und gemeinde-, ja landkreisübergreifend unerlässlich. Paradebeispiel für eine gute, gewachsene Zusammenarbeit sind die Feuerwehren aus Pilsheim, Dietldorf, Schmidmühlen und Vilshofen.

Das bewiesen sie jetzt wieder bei einer Einsatzübung, die sowohl die zwei Verbände aus dem Landkreis Schwandorf als auch die beiden Wehren aus Amberg-Sulzbach einschloss. Im Zuge der Aktionswochen im Herbst wurden die Wehren aus Pilsheim, Büchheim und Burglengenfeld sowie Schmidmühlen, Winbuch, Emhof und Vilshofen von der Amberger Einsatzleitzentrale zu diesem großangelegten Test nach Pilsheim beordert.

Großübung mit 90 Kräften

Dabei übten rund 90 Feuerwehrdienstleistende einen Ernstfall, den sich wirklich keiner wünscht. Im Ortszentrum wurde der Brand einer Werkstatt simuliert, bei dem fünf Menschen durch die intensive Rauchentwicklung der Fluchtweg abgeschnitten war. Zudem drohte das Feuer auf weitere Gebäude und Lagerhallen überzugreifen. Erschwerend kam hinzu, dass sich in dem Betrieb auch Fässer mit Chemikalien und Gasflaschen befanden, die eigens geborgen werden mussten.

Die ersten Lösch- und Sicherungsarbeiten sowie die Koordination des Einsatzes oblag der Ortsfeuerwehr Pilsheim, die als erste am Objekt war. So hatten die nach und nach eintreffenden anderen Verbände zum einen den Auftrag, die vermissten Personen zu suchen und zu retten, zum anderen die Flammen zu löschen und ihre Ausbreitung zu verhindern.

Die Einsatzleitung hatte Pilsheims Kommandant Manfred Berger, unterstützt von seinem Stellvertreter Patrick Fiehl. Unter der kritischen Beobachtung des zuständigen Kreisbrandinspektors Dr. Thomas Schmidt, Inspektionsbezirk Kreis Schwandorf Süd, sowie von Bürgermeister Thomas Gesche lief das gut vorbereitete Training wie am Schnürchen. Hand in Hand - dank vieler gemeinsamer Übungen - arbeiteten die alarmierten Kräfte reibungslos zusammen. Zum Einsatz kamen unter anderem mehrere Sicherungs- sowie entsprechende Atemschutztrupps. Letztere übernahmen die Bergung der Menschen aus dem Gebäude.

Die Brandbekämpfung wurde schließlich mittels vier C- sowie einem B-Rohr vorgenommen, gespeist mit Wasser aus dem Hydrantensystem. Zum Einsatz kam hier auch die Drehleiter aus Burglengenfeld. Außerdem wurde eine längere Förderleitung aufgenommen, für die Emhof und Winbuch zuständig waren. Gefahrguttrupps aus Burglengenfeld bargen schließlich die Fässer, und nach etwa 45 Minuten war die Übung zu Ende.

Alles richtig gemacht

Bei der anschließenden Manöverkritik dankte Thomas Schmidt den Kräften für ihre Einsatzbereitschaft. Er zeigte sich hochzufrieden mit allen. Im Detail gab der Kreisbrandinspektor noch einige Tipps für die Zukunft. Sein Fazit: Die Übung zeigte, dass die Wehren bestens ausgebildet und ausgerüstet sind - unabhängig davon, aus welchem Landkreis sie kommen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Pilsheim (166)November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.