Zweistellige Zuwachsraten

Im Zwei-Jahres-Rhythmus wäre es heuer wieder so weit gewesen, in Kürmreuth zum Almabtrieb zu laden. Zum Leidwesen des Königsteiner Tourismusvereins wurde diese Attraktion jedoch abgesagt. Bild: wku

Mehr Gästeankünfte und Übernachtungen bereiten dem Tourismusverein Freude. Das meint 2. Bürgermeister Klaus Hafner aber nicht, wenn er über das "Wunder von Königstein" spricht.

"Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Königstein", stellte Zweiter Bürgermeister Klaus Hafner bei der Jahreshauptversammlung des Tourismusvereins fest. Er repräsentierte dort die Marktgemeinde, nachdem deren Oberhaupt Hans Koch als Vorsitzender durch den Abend führte.

Hafner berichtete, dass er immer wieder über "das Wunder von Königstein" höre. Damit seien die vielen Gasthäuser in unmittelbarer Nachbarschaft im Ortskern gemeint, deren Wirte sehr harmonisch zusammenarbeiteten.

Geschäftsführerin Heidi Ziegler berichtete über Werbeaktionen bei Messen. Konzerte wurden in Königstein auf der Freilichtbühne und am Breitenstein angeboten. Kräuter- und Orchideenwanderungen seien gut besucht gewesen. Markusine Guthjahr spendete den Erlös ihrer Veranstaltungen dem Tourismusverein. Mittlerweile sind 1800 Euro zusammen. Das Geld soll für einen Park der Sinne verwendet werden.

Vor vier Jahren und noch einmal vor zwei Jahren stellte Kürmreuth einen Almabtrieb auf die Beine, der sich als eine große Attraktion entpuppte. Zum Bedauern des Tourismusvereins wurde er für dieses Jahr nun abgesagt.

Erfreulich war die Bilanz der Übernachtungszahlen. 9591 Gäste kamen 2014 in Königstein an und belegten die Betten für 21 082 Nächte. Das entspricht einer Verweildauer von 2,2 Tagen. Unter dem Strich stehen Zuwächse von 15,8 Prozent bei den Ankünften und von 13,1 Prozent bei den Übernachtungen.

Der Vorsitzende des Tourismusvereins, Bürgermeister Hans Koch, berichtete über Sitzungen bei der Frankenpfalz und der Bayerischen Eisenstraße. Er bedankte sich bei den ehrenamtlichen Helfern, die sich am Ausbau der Wanderwege, Führungen und Konzerten beteiligten. Er nannte auch die Wanderwegbetreuer Horst Leib, Karl Schunk und Walter Brunner. Horst Leib hat daneben ehrenamtlich Ruhebänke gefertigt.

Koch sprach die Insolvenz des Golfplatzes an. "Er war das Aushängeschild unserer Marktgemeinde", bedauerte er den "herben Verlust".

Lange Diskussionen gab es um eine Satzungsänderung, die am Ende doch beschlossen wurde. Auch der Name ändert sich: Fortan heißt er "Kultur- und Tourismusverein Königstein e.V.".
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