Zweitägiges Ausbildungsbiwak der Reservistenkameradschaft - Leistungsmarsch in der Sommerhitze
Auch Offiziere müssen mit anpacken

Zentimeterarbeit war beim Spinnennetz nötig, durch das jedes Mitglied der Gruppe musste. Das Problem: Die Seile durften nicht berührt und jede Öffnung nur einmal benutzt werden. Bilder: bkr
Immenreuth. (bkr) Die autoritäre Form von Befehl und Gehorsam ist ein Führungsstil beim Militär, der kooperative ein anderer. Vielfältige Herausforderungen bedingen oft, dass in einer Gruppe jeder seine Fähigkeiten und Kompetenzen unabhängig vom Dienstgrad einbringt, um ein Ziel erfolgreich zu erreichen. Kommunikation, Konfliktverhalten und die individuellen Leistungen beeinflussen das Ergebnis einer Gruppe.

Die Teamarbeit stellte deshalb die Reservistenkameradschaft (RK) um Vorsitzenden Wolfgang Nickl in den Vordergrund eines Ausbildungsbiwaks mit Leistungsmarsch. In der Biber-River-Ranch von Mitglied Herbert Huber, am Ufer der Naab bei Nabburg, schlugen 20 Teilnehmer, darunter Kameraden der RK Deining, Polizeihauptmeister Klaus Biehler mit zwei Anwärtern der Bereitschaftspolizei aus Nabburg und Bezirksorganisationsleiter Oberfranken Werenfried Broja, das Camp auf.

An zwei Tagen galt es, dienstgradübergreifend Probleme zu lösen und die körperliche Fitness nachzuweisen. Auch gab es Einblick in die praktische Arbeit der Bereitschaftspolizei bei Personen- und Fahrzeugkontrollen.

Sommerliche Temperaturen forderten dabei die Teilnehmer - vor allem beim Leistungsmarsch über sechs Kilometer und 15 Kilo Gepäck im Rucksack. Ein gut trainiertes Auge beanspruchte die Station "Tarnen und Täuschen". In Entfernungen bis zu 400 Metern hatten Schützen, verborgen im Ufergebüsch, Stellung bezogen. Sie mit dem Fernglas aufzuspüren kostete Zeit, Geduld und Erfahrung.

Verwundeten transportieren

Improvisationsvermögen war bei Pionierausbildung nötig, um einen Verwundeten über den 35 Meter breiten Fluss zu transportieren. Als Transportmittel stand nur eine große Plane zur Verfügung. Sie war Grundlage für ein Floß, ebenso wie altes Gras am Ufer sowie Weidenäste. Zu einem Paket geschnürt, bildete alles zusammen eine unsinkbare Insel. Wer kommt als erstes? Vor diese Frage standen die Gruppen beim Spinnennetz. Die Öffnungen in verschiedenen Größen und Höhen durften nur einmal genutzt und die Fäden des Spinnennetzes nicht berührt werden.

Die Außenstelle Nabburg der 7. Bereitschaftspolizeiabteilung Sulzbach-Rosenberg gewährte einen Einblick in den hohen Ausbildungsstand der Bayerischen Polizei. Fahrzeug- und Personenkontrolle sowie die Anwendung körperlicher Gewalt gegen einen Angreifer standen im Vordergrund.

Wiederholung 2016

Fahren unter Alkohol? Nein Danke, sagten die Teilnehmer nach dem Fahrtraining mit der 1,2-Promille-Brille. 2016 soll es wieder ein Ausbildungsbiwak geben, dann allerdings mit Kleiderschwimmen im Freibad Perschen.
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