Zwiebelkuchenduft schnuppern

Die Rollen am Backofen sind klar verteilt. Den "Meister" Walter Kempf unterstützen "Lehrling" Florian Süß und Helferin Gerlinde Koller (von rechts).

Empfindlich durften die Weigendorfer Gemeinderäte Walter, Thomas und Florian für diese Aufgabe nicht sein. Stundenlang hantierten sie mit heißer Ware. Und das machten sie richtig gut.

Die Sonne brannte vom Himmel, und dazu kam die Hitze aus dem Ofenschlund, an dem das Trio mit seiner Helferin Gerlinde als Einschieber der Zwiebelkuchen stand. Fertig gebacken kam die deftige Spezialität wieder zum Vorschein; bereit, die Gaumen der wartenden Käufer zu kitzeln.

Die bayerische Pizza war wieder die Hauptattraktion des Backofenfests, das Bürgermeister und Gemeinderatsmitglieder samt ihren Ehepartnern seit 24 Jahren organisieren. Wie am Fließband arbeiteten ihnen die Damen des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) zu, um Teig und Zutaten nachzuliefern.

Brote haben was drauf

Neben der Waitzmühle gab es noch einige andere nahrhafte Angebote. Schon an den Tagen vorher hatten Helfer uriges Bauernbrot gebacken. Dessen Scheiben schmeckten mit Schnittlauch, Obatzten, Schinken oder Griebenschmalz. Kunstvoll gedrehte Rettiche, Kaffee und Kuchen oder Kücheln, kühles Bier oder andere Getränke gab's auch.

Überall waren die Gemeinderäte im Einsatz; die "Oberaufsicht" führte Bürgermeister Reiner Pickel. Er hatte für seine Kollegen aus der Nachbarschaft Plätze reserviert und bewirtete Michael Göth (Sulzbach-Rosenberg), Winfried Franz (Neukirchen), Brigitte Bachmann (Birgland), Klaus Hafner (Königstein) und Reinhard Weih (Pommelsbrunn). Als Stammgast ließ Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl dieses Backofenfest nicht aus, ebenso die Altbürgermeister Georg Schmid (Weigendorf) und Gerhard Schärl (Hohenburg). Selbst aus Amberg kam eine Abordnung von CSU-Stadträten, um Zwiebelkuchenduft zu schnuppern.

Radler klar im Vorteil

Woher all die Gäste kamen, ließ sich schwer sagen. Selbstverständlich aus der Gemeinde Weigendorf und dem nahen Umland, aber auch aus weiter entfernten Orten. Der Platz beim Backofen, auf der gesperrten Straße und dem großen Hof des Niggl-Anwesens füllte sich zusehends. Wer die Nachmittagshitze meiden wollte, machte sich eben erst in den frühen Abendstunden auf den Weg. Parkplätze waren rar, nur Radler taten sich leicht.

Die rege Unterhaltung bei den kulinarischen Genüssen begleiteten die Jura-Musikanten mit Blasmusik ohne Verstärker, also verträglich für die Ohren und die Unterhaltung an den Tischen. So verflogen die von allen geschätzten gemütlichen Stunden.
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