Zwischen Trauer und Jubel

Schützenmeister Hans Hey. Bild: bjp

Die Verstorbenen standen im Mittelpunkt bei der Hauptversammlung der Tannenzweig-Schützen, die Verstorbenen und die Sieger. Von beiden hatten die Preißacher Schützen im vergangenen Jahr einige.

Er bleibt unvergessen: Mit einer Schweigeminute gedachten die "Tannenzweig"-Schützen bei der Hauptversammlung des mehrfachen Bundes- und Landesmeisters Ziemowit Prygiel, der im April 2014 mit nur 26 Jahren eine Herzoperation nicht überlebte. In Erinnerung behalten sie auch Peter Hoven, Alfons Lober und Alfred Dormann, bei dem die Jugend 15 Jahre gut aufgehoben war, wenn sie in der Fränkischen Schweiz zelteten.

Mit dem Tod des beliebten "Zeltplatzvaters" im Mai 2014 sei diese Tradition nicht gestorben, denn Dormanns Familie führe den Campingplatz weiter, freute sich Jugendleiter Herbert Pospischil. Im August sei der Sportschützennachwuchs wiederum zu erlebnisreichen Tagen in Kleinlesau aufgebrochen, und das werde heuer nicht anders sein. Der Jugendbetreuer sah hierin eine Belohnung für die sportliche Leistung insbesondere bei der Gaumeisterschaft im Januar, wo die Burschen und Mädchen zwei Meister- und zwei Vizemeistertitel für sich reservierten.

Damit nicht genug: Zum Gaujugendkönig am Luftgewehr wurde Martin Groß gekrönt, und beim letztjährigen Sparkassenpokalschießen standen die Preißacher beinahe Schlange am Treppchen. Vermelden konnte Sportleiter Konrad Groß auch den Aufstieg der vierten Luftgewehrmannschaft aus der C- in die B-Klasse und der dritten Equipe aus der Gauliga in die Gauoberliga. Dort schießt auch Team zwei, während die erste Mannschaft in der Bezirksoberliga kämpft. Mit dem Luftpistolenschützen Lukas Baumann qualifizierte sich ein Preißacher für die bayerische Meisterschaft in Garching.

Nicht zu kurz kam die Geselligkeit, wie die Berichte von Schützenmeister Hans Hey und Vorsitzendem Hans Lehner belegten. Als Höhepunkte seien das Starkbierfest, die Luftgewehr-Gemeindemeisterschaft, das Sommerfest der Schützenjugend, das Königsschießen und die Schützenkirchweih mit "vollem Haus an allen Tagen" in Erinnerung. Nicht ganz so voll sei das Schützenheim leider beim Schützenfasching gewesen, trotz hervorragender Darbietungen der Garde Botzersreuth und des Musikduos "Sommerwind".

Im November habe der Verein die WC-Anlage generalsaniert und das Schützenheim-Treppenhaus mit einer Holzdecke versehen. "Im Laufe mehrerer Jahre haben wir das ganze Schützenheim renoviert, diese Arbeiten waren der Schlusspunkt", bilanzierte Hans Lehner. Dass der Verein dies habe leisten können, verdanke er insbesondere allen Nutzern und Besuchern sowie den Helfern: "Wir rechnen auch heuer fest mit euch." Kassierin Stefanie Henfling ergänzte, dass die Einnahmen aus dem Schützenheimbetrieb gestiegen seien.

Ihr Dank galt auch allen Spendern, die den Verein mit 1100 Euro unterstützt hätten, und der Gemeinde für die Jugendförderung. Für die Kommune sei dies Ehrensache, erwiderte dritter Bürgermeister Albert Lober: "Ihr leistet wertvolle Jugendarbeit, habt mit dem Schützenheim einen beliebten Treffpunkt geschaffen und seid mit euren sportlichen Leistungen Botschafter unserer Gemeinde." Da bleibe nur zu wünschen: "Gut Schuss und haltets z'am."
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