Mission "Sea-Eye"
Vor Libyen festgenommene Flüchtlingshelfer sind wieder frei

"Sea Eye"-Rettungsaktion vor Malta. Bild: Archiv

Tripolis/Regensburg. (dpa) Zwei von der libyschen Küstenwache festgenommene deutsche Flüchtlingshelfer sind wieder frei. Die beiden Männer aus Hamburg und Schwaben seien am späten Montagabend wieder auf das Mutterschiff "Sea-Eye" gebracht worden, sagte Hans-Peter Buschheuer von der privaten Rettungsorganisation aus Regensburg am Dienstag.

Die 68-Jährigen waren am Freitag auf ihrem Speedboot von der Küstenwache gestoppt und festgenommen worden. Sie sollen ohne Erlaubnis in libysches Hoheitsgebiet eingedrungen sein. "Wir sind uns aber sicher, dass sie in internationalen Gewässern waren", betonte Buschheuer. Das Speedboot befindet sich nach Angaben der Organisation aber noch in libyschem Gewahrsam.

"Wir danken vor allem dem deutschen Außenministerium und dem deutschen Botschafter in Tripolis für ihren Einsatz für unsere Helfer", sagte Buschheuer. Die private deutsche Rettungsmission "Sea-Eye" ist seit Anfang April mit dem in Rostock umgebauten Fischkutter "Sea-Eye" im Mittelmeer im Einsatz. Dabei haben sie nach eigenen Angaben mehrere Tausend Flüchtlinge aus Seenot gerettet.
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