1,14 Millionen neue Ausländer in Deutschland
Zuwanderungsrekord

Wiesbaden/München. Flüchtlinge haben 2015 in Deutschland für einen Zuwanderungsrekord gesorgt. Knapp zwei Millionen Ausländer sind nach Deutschland gekommen, gleichzeitig zogen rund 860 000 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit wieder fort. Das ist das Ergebnis einer vorläufigen Schnellschätzung, die das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden vorlegte. Aus Zu- und Abwanderung ergibt sich ein sogenannter Wanderungssaldo von 1,14 Millionen - der höchste jemals gemessene Wanderungsüberschuss von Ausländern in der Geschichte der Bundesrepublik.

Als einen Grund nannten die Statistiker den starken Zustrom von schutzsuchenden Flüchtlingen. Die Zahlen basieren auf einer Schnellschätzung. Grundlage sind geprüfte Verwaltungsdaten für Januar bis August 2015 und Schätzungen für September bis Dezember. Schutzsuchende seien grundsätzlich berücksichtigt, hieß es.

Auch in Bayern ist die Zuwanderung von Ausländern im Jahr 2015 so hoch gewesen wie nie zuvor. Der Saldo aus Zu- und Abwanderung, stieg auf rund 170 000 Menschen. Das seien 70 000 Menschen mehr als noch 2014, teilte das Bayerische Landesamt für Statistik am Montag in München mit. Den rund 330 000 Zuzügen standen laut Behörde 160 000 Fortzüge gegenüber.
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