13 Milliarden Euro für Rente ab 63 - Warnung für die Zeit nach dem Jahr 2030
Teurer Abschied aufs Altenteil

Die neue abschlagsfreie Rente ab 63 für langjährige Beitragszahler dürfte bis 2018 mehr als 13 Milliarden Euro kosten. Entsprechende Zahlen der Linken bestätigte das Bundessozialministerium am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings wies eine Sprecherin den Vorwurf der Linken zurück, dass die Rente ab 63 um 4,6 Milliarden Euro teurer werde als bisher angegeben und die Regierung bei den Kosten nicht ehrlich agiere.

Auf die Zusatzkosten machte der Linken-Rentenexperte Matthias W. Birkwald aufmerksam. In ihrem Gesetzentwurf hatte die Koalition bis 2018 konkrete Mehrkosten von 8,9 Milliarden Euro sowie zusätzliche Belastungen durch die wegfallenden Beiträge der Frührentner in ungenannter Höhe vorhergesagt. Nun zitierte Birkwald neue Angaben des Ministeriums im Sozialausschuss, nach denen die voraussichtlichen Mehrkosten gegenüber den Zahlen im Gesetzentwurf für 2015 bis 2018 nun jeweils zwischen 0,9 und 1,1 Milliarden Euro zusätzlich betragen - insgesamt 4,6 Milliarden.

Diese Summe ergibt sich wegen der wegfallenden Beiträge der früher in Rente gehenden Arbeitnehmer. Dazu kommt, dass durch bestimmte Ergänzungen im Gesetzgebungsverfahren der Kreis der Berechtigten größer geworden ist. Insofern explodieren aus Sicht des Ministeriums nicht einfach die Kosten, sondern schlagen sich Änderungen und neue Rechengrundlagen nieder.

Besorgt zeigte sich unterdessen die Vorsitzende der Rentenversicherung, Annelie Buntenbach. Zwar könnten nach Stand der Dinge heute wohl die Ziele erreicht werden, dass bis 2030 der Beitragssatz nicht über 22 Prozent steigt und das Rentenniveau nicht unter 43 Prozent sinkt. Ohne neue Weichenstellungen steige der Beitragssatz nach 2030 aber, und das Rentenniveau falle weiter. "Bis 2030 sind es gerade noch 15 Jahre", mahnte Buntenbach.
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