200 Peschmerga und 1300 syrische Rebellenkämpfer erwartet - Berichte über Chemiewaffen-Einsatz ...
Verstärkung für Kurden in Kobane

Die kurdischen Kämpfer erhalten bei der Verteidigung der syrischen Stadt Kobane gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) weitere Verstärkung. Rund 1300 Kämpfer der Rebellengruppe "Freie Syrische Armee" (FSA) wollen nach Angaben des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan den Kurden in Kobane militärisch Hilfe leisten. Am Freitag gaben die oppositionellen FSA-Kämpfer aus der Provinz Aleppo die Entscheidung zur Entsendung von Einheiten bekannt - zu denen auch gemäßigte islamistische Gruppen gehören. Zuvor hatte bereits die kurdische Autonomieregierung im Nordirak beschlossen, 200 Peschmerga-Soldaten nach Kobane zu schicken.

Berichte über einen angeblichen Einsatz von Chemiewaffen durch den IS alarmieren Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Der SPD-Politiker regte nach Angaben aus Regierungskreisen in einem Telefonat mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon an, dass sich der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit dem Thema befasst. Ban habe zugesagt, das Thema "aufzunehmen", hieß es. Für den Einsatz von Giftgas durch den IS gibt es bislang keine Bestätigung. Augenzeugen in Kobane hatten jedoch angegeben, dass zahlreiche Einwohner unter Atemnot litten und Symptome eines Giftgasanschlags zeigten. Der "Washington Post" liegen nun Informationen darüber vor, dass die Extremisten im Irak Chemiewaffen einsetzten.

Allein durch illegale Ölverkäufe verdient die IS nach Angaben der USA jeden Tag rund eine Million Dollar (791 000 Euro). Lösegelder bei Geiselnahmen hätten den Extremisten dieses Jahr zudem bereits rund 20 Millionen Dollar (15,8 Millionen Euro) eingebracht, sagte der Staatssekretär im US-Finanzministerium, David Cohen, am Donnerstag (Ortszeit). Diebstahl, Erpressung und teils auch Spenden von Unterstützern außerhalb des Iraks und Syriens kämen hinzu.
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