30 Jahre nach Tschernobyl
Papst begrüßt Helfer aus Ukraine in Rom

30 Jahre nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl hat Papst Franziskus eine Gruppe von Helfern und Geistlichen aus der Ukraine auf dem Petersplatz begrüßt. «Während wir unsere Gebete für die Opfer dieser Katastrophe erneuern, drücken wir gleichzeitig den Helfern unsere Dankbarkeit aus für all die Initiativen, mit denen sie versucht haben

30 Jahre nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl hat Papst Franziskus eine Gruppe von Helfern und Geistlichen aus der Ukraine auf dem Petersplatz begrüßt. «Während wir unsere Gebete für die Opfer dieser Katastrophe erneuern, drücken wir gleichzeitig den Helfern unsere Dankbarkeit aus für all die Initiativen, mit denen sie versucht haben, das Leiden und die Schäden lindern», sagte Franziskus am Mittwoch bei der Generalaudienz in Rom.

Der Besuch war vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) in Dortmund gemeinsam mit Kirchenvertretern aus der Ukraine und Weißrussland organisiert worden. Die 60-köpfige Delegation vertritt mehrere Hunderttausend Tschernobyl-Betroffene.

«Wir sind froh und dankbar, dass Papst Franziskus den Blick der Welt auf die Katastrophe von Tschernobyl und auf die vielen, bis heute Betroffenen gelenkt hat, denn diese Katastrophe ist auch 30 Jahre später noch lange nicht vorbei», sagte Anatolij Gubarev, Vorsitzender des Liquidatorenverbandes Charkiw (Ukraine).

Als Liquidatoren werden Helfer und Mitarbeiter des Kernreaktors bezeichnet, die sich nach dem Unglück darum bemühten, die radioaktive Strahlung zu beseitigen. «Viele Generationen nach uns werden sich noch mit den Folgen dieser Tragödie beschäftigen müssen», so Gubarev.

Nach der Reaktorexplosion im Akw Tschernobyl am 26. April 1986 wurden etwa 850 000 Männer und Frauen als Rettungshelfer eingesetzt, die teilweise nur mit einem Mundschutz ausgerüstet versuchten, den Reaktor zumindest mit einer provisorischen Schutzhülle auszustatten.
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