35 000 fliehen vor den Bomben

Russische Luftangriffe und eine Bodenoffensive des syrischen Regimes haben im Norden des Landes eine neue Massenflucht ausgelöst. Etwa 35 000 Menschen hätten ihre Heimatorte südlich der Stadt Aleppo verlassen, sagte eine Sprecherin des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) am Dienstag. Regimegegner berichteten zugleich von dramatischen Zuständen.

"Die Menschen schlafen mit ihren Kindern seit zwei Tagen unter freiem Himmel", sagte Aktivist Firas al-Halabi. Ihnen fehle das Nötigste. "Sie haben ihre Häuser nur mit ihren Kleidern am Leib verlassen." Saidun al-Soabi, Leiter einer oppositionellen Hilfsorganisation, sprach sogar von 70 000 bis 100 000 Flüchtlingen. "Das ist eine humanitäre Katastrophe."

Die syrische Armee und ihre Verbündeten hatten vor einigen Tagen mit russischer Luftunterstützung einen Angriff auf Rebellengebiete südlich von Aleppo begonnen. Laut OCHA flohen die Menschen aus der Region um die Orte Al-Hadir und Al-Serbeh. Die Flüchtlinge bräuchten Lebensmittel und Notunterkünfte.
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