4,1 Prozent - Bereitschaftsdienste besser vergütet
Mehr für Klinikärzte

Die 52 500 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern erhalten 4,1 Prozent mehr Geld. Darauf einigten sich am Donnerstag in Düsseldorf die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Beide Seiten vereinbarten auch eine Erhöhung der Entgelte für Bereitschaftsdienste um durchschnittlich 7,1 Prozent.

Der Tarifvertrag gilt rückwirkend zum 1. Dezember 2014 bundesweit in rund 550 kommunalen Kliniken mit Ausnahme von Berlin und Hamburg. Vereinbart wurde eine Erhöhung in zwei Stufen um 2,2 Prozent und um weitere 1,9 Prozent bei einer Laufzeit von 21 Monaten. Zudem haben die Krankenhausärzte nun einen einheitlichen Urlaubsanspruch von 30 Tagen pro Jahr; bislang galt dies erst ab dem siebten Jahr ärztlicher Tätigkeit. Die Mediziner an kommunalen Kliniken sind die größte Gruppe unter den Krankenhausärzten in Deutschland.

"Der Tarifabschluss führt für die Krankenhäuser zu Mehrkosten von 316 Millionen Euro", erklärte die VKA. Hauptstreitpunkt in den Verhandlungen sei der Bereitschaftsdienst gewesen. Hier werden bei der Bezahlung künftig auch Berufserfahrung und Qualifikation der Mediziner berücksichtigt. Die Ärztegewerkschaft wertete die Einigung als "tragfähigen Kompromiss".
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