53-Jähriger Mann greift Ehefrau in Pressath an und begeht dannach Suizid
Suizid nach Mordversuch

Symbolbild: dpa

Pressath/Weiden. (wüw) „Ein angenehmer Kollege“ und „ein liebenswürdiger Nachbar“. Keiner in seinem Umfeld hätte dem 53-Jährigen zugetraut, was Polizei und Staatsanwaltschaft ihm zur Last legen.

Die Kriminalpolizei Weiden ermittelt „wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts und eines anschließenden Suizids“, wie es in der Pressemitteilung heißt, die das Polizeipräsidium Oberpfalz und die Staatsanwaltschaft Weiden am späten Dienstagnachmittag veröffentlichten. Gegen 1 Uhr musste eine 36-Jährige mit schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus. Ihr Ehemann soll auf sie mit „einem Gegenstand eingeschlagen beziehungsweise eingestochen“ haben. Nachdem sich die Frau befreien und zu ihren Eltern flüchten konnte, kam der Ehemann „in der Garagenzufahrt zu Tode, nachdem er wohl vom Balkon des ersten Stockwerks in die Tiefe gesprungen war“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Motiv unbekannt

Das Paar lebte mit den Eltern der Frau unter einem Dach. Das Haus steht am Hang, der Mann stürzte deshalb zwei Stockwerke nach unten. Die fünfjährige Tochter und die beiden schulpflichtigen Söhne schliefen während des Vorfalls. Angehörige kümmern sich um die Kinder. Zum Motiv gab die Polizei keine Auskunft. In der Nachbarschaft machten aber schon länger Gerüchte über eine Ehekrise die Runde. Am Sonntag soll der Mann noch mit den Kindern, aber ohne Frau beim Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche gewesen sein. Beim Christkindlmarkt soll das Paar dann öffentlich gestritten haben. Zeugen berichten, dass die Frau die Trennung wollte. Bekannte beschreiben das Paar als angenehm, unauffällig und „eher ruhig“. Der 53-Jährige arbeitete in Weiden im öffentlichen Dienst.
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