62 tote PKK-Kämpfer, Annährung mit Israel
Gefechte und Hoffnung in der Türkei

Istanbul. Bei den massiven Militäroperationen in der Südosttürkei sind in den vergangenen drei Tagen nach Armeeangaben 62 Kämpfer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK getötet worden. Die Streitkräfte teilten mit, am Freitag sei auch ein Soldat ums Leben gekommen.

Zu den Operationen kam es in den Städten Cizre und Silopi, in denen seit Tagen eine Ausgangssperre in Kraft ist. Die PKK-nahe Agentur Firat berichtete, auch fünf Zivilisten, darunter zwei Kinder, seien bei den Kämpfen gestorben. Der Konflikt zwischen der Regierung und der PKK eskaliert seit dem Zusammenbruch einer Waffenruhe im Juli. Annäherung dagegen im türkisch-israelischen Verhältnis. Nach fünf Jahren Eiszeit gibt es Anzeichen für eine Normalisierung der Beziehungen. Vertreter beider Länder hätten sich bei einem Treffen in der Schweiz bei verschiedenen offenen Fragen geeinigt, sagte ein israelischer Regierungsbeamter am Freitag. Unter anderem werde Israel einen Ausgleich zahlen für die bei dem Vorfall auf dem Gaza-Hilfsschiff "Mavi Marmara" getöteten Menschen. Türkische Beamte betonten, dass die Verhandlungen noch liefen.
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