Aachener Zeitung
Pressestimmen

Das Blatt schreibt zur "Völkermord"-Rede des Bundespräsidenten und der Reaktion aus der Türkei:

Glaubt die Türkei, sie allein habe dauerhaft die Interpretationshoheit über das, was in ihrer (Vor-)Geschichte geschehen ist? Glaubt sie, mit der Negierung des Völkermords könne sie die Frage von Schuld und Versöhnung lösen? So geht das nicht. Erst mit dem Eingeständnis und der Aufarbeitung der Verbrechen an der Menschlichkeit kann man mit sich selbst und den Opfern zu einem Ausgleich kommen. Deutschland hat das in einem langen Prozess erfahren. Es war Voraussetzung dafür, dass wir heute mit Franzosen und Polen und vor allem mit Juden in Freundschaft leben können.

Sme

Die slowakische Tageszeitung kommentiert die Flüchtlingstragödien im Mittelmeer:

Niemand erwartet, dass Europa die Migrationskrise aus Nordafrika und Nahost alleine löst. Aber diese feigen Vorschläge, die bisher kamen, passen überhaupt nicht zu unserem moralischen Erbe. Über 1700 Menschen sind dieses Jahr schon im Mittelmeer gestorben. Die meisten ertranken weit von den Küsten Italiens oder Maltas. Wenn die EU es ablehnt, die Mission Triton auch außerhalb ihrer Hoheitsgewässer auszudehnen, heißt das, 120 Millionen Euro werden nur verwendet, um nach den Tragödien aufzuräumen, aber nicht, um sie zu verhindern.

Der Standard

Das Blatt aus Wien schreibt über Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis:

Der Finanzrahmen sollte strikt eingehalten werden, auf dass Ruhe einkehre, Griechenland von Pleite und Zusammenbruch bewahrt sei. Ein schöner Plan. Beim Treffen in Riga musste die Eurogruppe mit einigem Entsetzen feststellen: Sie sind auf allen Linien gescheitert. ... Varoufakis, Professor für Spieltheorie, hat sich verzockt. Selbst wenn es ihm nun in wenigen Tagen gelingen sollte, doch noch einen Kompromiss zusammenzuschustern: Das wichtigste Kapital eines Eurolandes hat er verspielt: Vertrauen.
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