Ämter verrechnen Zuwendung aber mit Grundsicherung
Wohngeld soll deutlich steigen

Nach langen Diskussionen will die Bundesregierung ab 2016 das Wohngeld für Arbeitslose, Rentner und Geringverdiener erhöhen. Damit soll diese Leistung an die Entwicklung der Einkommen, Warmmieten und Nebenkosten seit der letzten Reform 2009 angepasst werden, teilte das von Barbara Hendricks (SPD) geführte Bundesbauministerium am Freitag in Berlin mit.

Von der Reform sollen 870 000 Haushalte profitieren. Die Miethöhe bestimmt jeweils die Höhe der Bezuschussung über das Wohngeld. Durchschnittlich sollen Leistungen um 39 Prozent steigen, sie werden aber mit Zuwendungen der Grundsicherung verrechnet. Ursprünglich war eine Reform schon für 2015 geplant, aber es kam zu Differenzen in der Bundesregierung.

Die Opposition kritisierte die Reformpläne. Der Grünen-Politiker Christian Kühn sprach von "Taschenspielertricks". Die Höhe sei angesichts der stetig steigenden Wohnkosten in den Städten viel zu gering.
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