Ärztepräsident sieht Wartezeiten nicht als Problem
Diagnose: "Humbug"

In der Frankfurter Paulskirche ist am Dienstag der 118. Deutsche Ärztetag eröffnet worden. Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery wandte sich kritisch gegen mehrere Reformvorhaben der Bundesregierung und warnte vor weiteren staatlichen Eingriffen in die ärztliche Freiberuflichkeit. Eine geplante gesetzliche Regelung zur Vergabe von Terminen bei Fachärzten, um die Wartezeiten für Patienten zu verkürzen, bezeichnete er als "Humbug" und reinen Populismus. Mit Blick auf eventuelle lange Wartezeiten von Patienten sagte Montgomery unter Verweis auf Umfragen, drei Viertel der Bundesbürger seien mit der Terminsituation vollständig zufrieden. "Wir kämpfen dagegen, dass die ärztliche Freiberuflichkeit in altbekannter Salamitaktik Scheibe um Scheibe beschnitten wird", sagte der Ärztekammer-Chef. "Freiberuflichkeit sichert freie medizinische Entscheidungen. Sie sichert die Unabhängigkeit des Patient-Arzt-Verhältnisses. Sie sichert damit Patientenrechte."
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