AfD-Chefin unterstützt Selbstbewaffnung
Petrys Waffen-Liebe

Die Bundesvorsitzende der AfD Frauke Petry. (Foto: dpa)

Berlin. Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry hat Verständnis dafür, dass sich immer mehr Menschen Schreckschusswaffen und Reizgassprays zulegen. "Viele Bürger fühlen sich zunehmend unsicher. Jeder Gesetzestreue sollte in der Lage sein, sich selbst, seine Familie und seine Freunde zu schützen", sagte Petry der Funke-Mediengruppe. "Wir alle wissen, wie lange es dauert, bis die Polizei, gerade in dünn besiedelten Gebieten, zum Einsatzort gefahren kommt." Der Staat habe sein Gewaltmonopol "stellenweise verloren".

Eine Verschärfung des Waffenrechts lehnte Petry ab. Dies würde "die anständigen Bürger treffen - und nicht diejenigen, die sich Waffen im Darknet beschaffen". Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl kritisierte die AfD-Chefin. "Offenbar will Frau Petry, dass der Staat kapituliert und die Bürgerinnen und Bürger sich in Wild-West-Manier schützen", sagte er. "Der Staat hat für die Sicherheit zu garantieren."

Unterdessen befürchtet der Berliner Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), dass die AfD nach der Wahl in drei Wochen in den Stadtbezirken der Hauptstadt in Regierungsverantwortung kommt. Am 18. September werden das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlungen gewählt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.