AfD sieht sich als bürgerliche Kraft etabliert
Konservativ und patriotisch

AfD-Chefin Frauke Petry. Bild: dpa
Berlin. "Wir befinden uns auf der Siegerstraße", ruft Frauke Petry ins Mikrofon. "Frauke, Frauke", jubeln ihre Parteifreunde. Immer höher klettern die blauen Balken, die den Stimmenanteil der rechtspopulistischen AfD bei den Landtagswahlen anzeigen. Die etablierten Parteien haben die Alternative für Deutschland unterschätzt. Sie hat vom Protest gegen die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Rahm abgeschöpft. "Merkel muss weg, Merkel muss weg", rufen die AfD-Mitglieder, während sie gebannt auf die Leinwand starren. Über Flüchtlinge redet an diesem Abend niemand. Dass das Regieren in den drei Bundesländern jetzt schwieriger wird quittieren die Rechten mit einem Achselzucken. "Wichtig ist, dass wir uns als bürgerlich-konservative, patriotische Kraft etabliert haben", sagt Vize-Parteichefin Beatrix von Storch. Unwahrscheinlich ist, dass die AfD in absehbarer Zeit an ihren Rivalitäten und inneren Widersprüchen zerbrechen wird. Nach dem Erfolg sind die Mitglieder euphorisch. Damit lässt sich so mancher Riss kitten. "Doch wie geht es jetzt weiter?", wird Frauke Petry gefragt. Ihre Antwort: "Das hängt davon ab, wann sich die anderen Parteien von ihrer fundamentalen Ablehnung der AfD verabschieden."
Weitere Beiträge zu den Themen: AfD (192)Frauke Petry (58)Landtagswahlen (23)
2 Kommentare
55
Ali Zant aus Weiden in der Oberpfalz | 14.03.2016 | 09:56  
55
Ali Zant aus Weiden in der Oberpfalz | 14.03.2016 | 12:42  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.